Wien (OTS) – Mit heute, 01. September, beginnt die 19.
Kaderanwärterausbildung 1
mit doppelt so vielen Bewerbern wie im vorigen Jahr, als 650
Kaderanwärter mit der Ausbildung begannen. Damit starten im Jahr 2025
1.230 Soldaten, davon 366 im Einjährig-Freiwillig-Jahr, ihre Laufbahn
zum Offizier oder Unteroffizier, um entweder Berufs- oder Milizsoldat
zu werden.
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner: Unsere Mission Vorwärts
bedeutet mehr als nur Geräte anzuschaffen – sie stellt außerdem den
Menschen in den Mittelpunkt. Jeder junge Mensch beim Bundesheer ist
eine Investition in Österreichs Sicherheit. Der starke Zuwachs an
Teilnehmern zeigt, wie attraktiv die berufliche Laufbahn beim
Bundesheer ist. Damit sichern wir Einsatzbereitschaft, stärken
Führungskompetenz und setzen gerade in herausfordernden Zeiten ein
klares Signal für die Sicherheit unseres Landes.“
Die Ausbildung zum Offizier dauert insgesamt vier Jahre. Sie
beginnt mit dem Einjährig-Freiwilligen-Jahr, welches aus den
Kaderanwärterausbildungen 1 und 2 besteht. Dort werden sowohl
militärische Grundfertigkeiten wie Waffenhandhabung, Karten- und
Geländekunde oder Leben im Felde vermittelt als auch die
Spezialisierung in einer Waffengattung und erste Führungskompetenzen
erworben.
Im Anschluss folgt die Truppenoffiziersausbildung an der
Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt. Während
Milizoffiziere diesen Abschnitt parallel zu ihrem Zivilleben über
Übungen und Fernausbildungen absolvieren, durchlaufen Berufsoffiziere
drei Jahre in Vollzeit an der Akademie. Der Abschluss als „Bachelor
of Arts in Military Leadership“ bereitet auf verantwortungsvolle
Führungsaufgaben vor. Ein besonderer Vorteil: Offiziersanwärter
zahlen keine Studiengebühren und erhalten bereits während des
Studiums rund 2.700 Euro brutto bzw. ab dem siebten Monat der
Ausbildung 3.027,10 Euro brutto monatlich.
Die Unteroffiziersausbildung besteht aus drei Abschnitten:
Kaderanwärterausbildung 1 bis Kaderanwärterausbildung 3. Nach 18
Monaten Ausbildung und erfolgreichem Abschluss erhalten die Soldaten
den Dienstgrad Wachtmeister. Die Anwärter erwerben sowohl Fähigkeiten
in der direkten Führung, etwa als Gruppen- oder Zugskommandant, als
auch in der qualifizierten Stabsarbeit und im allgemeinen
Berufsvollzug. Zentrale Bestandteile sind Planung, Führung im
Einsatz, logistische Abläufe sowie taktische Aufgabenbereiche. In
einer Abschlussübung an der Heeresunteroffiziersakademie trainieren
die Teilnehmer in realistischen Szenarien Fertigkeiten wie Marsch,
Verwundetenversorgung oder Drohnenabwehr. Bei weiterführenden Kursen
werden notwendige Ausbildungen für höhere Führungs- und
Stabsfunktionen durchgeführt.
Mit 1. September beginnen auch wieder 120 Lehrlinge in 40
verschiedenen Berufen ihre Lehre beim Bundesheer. Der derzeitige
Frauenanteil liegt derzeit bei ca. 38 Prozent. Insgesamt bildet das
BMLV rund 250 Lehrlinge aus. Die Bereiche erstrecken sich unter
anderem von der Elektronik, Sattlerei und Berufsfotografie bis hin
zur Metallverarbeitung. Ebenso gibt es die Möglichkeit, besondere
Lehrberufe, wie zum Beispiel Luftfahrzeugtechniker in einer
Fliegerwerft, zu erlernen. Ende Oktober dieses Jahres werden die
Lehrberufe für das Jahr 2025 bekannt gemacht.
Weiterführende Informationen gibt es unter:
karriere.bundesheer.at