Politik

Maurer/Grüne: Minister Wiederkehr lässt Schulen mit Lehrermangel im Stich

Wien (OTS) – Zum heutigen Schulstart im Osten des Landes beanstandet
die
stellvertretende Klubobfrau und Bildungssprecherin der Grünen, Sigi
Maurer, die offensichtliche Planlosigkeit von Bildungsminister
Christoph Wiederkehr. Die Schulen starten ins neue Jahr mit einem
dramatischen Lehrermangel und das Bildungsministerium bleibt untätig.
„In der ZIB2 konnte der Minister nicht einmal beantworten, ob es
überhaupt in jeder Klasse eine Lehrerin oder einen Lehrer geben wird.
Eltern müssen ihre Kinder in Schulen schicken, in denen schlicht das
Personal fehlt – das ist ein unhaltbarer Zustand“, sagt Maurer.

Besonders scharf kritisiert Maurer, dass Wiederkehr auch
keinerlei langfristige Strategie gegen den Lehrermangel vorweisen
kann. Maurer verweist dabei unter anderem auf die Forderung der NEOS,
die Gehaltsabschlüsse für den öffentlichen Dienst nachträglich zu
kürzen: „Das was vom Bildungsminister hängen bleibt, sind seine
Vorschläge Lehrerinnen und Lehrern ihr Gehalt zu kürzen und sie
zusätzlich zum Unterricht in der Sommerschule zu verpflichten. Wie
will Christoph Wiederkehr mit solchen Ideen den Lehrberuf wirklich
attraktiver gestalten und nachhaltig mehr Menschen dafür begeistern?
Das grenzt an Realitätsverweigerung.“

Maurer erinnert an die großen Ankündigungen von Christoph
Wiederkehr, die bis dato aber unerfüllt bleiben. Etwa die angebliche
Aufstockung der Deutschförderung um 750 neue Planstellen, die sich
zuletzt lediglich als Umetikettierung bestehender Stellen
herausstellte – nur 285 Stellen sind tatsächlich neu. Abschließend
richtet Maurer daher einen Appell an den Minister: „Die
Ankündigungsweltmeister-Koalition verspricht gerade im
Bildungsbereich viel, liefert aber nichts. Es ist höchste Zeit, dass
nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch der
Bildungsminister aus der Sommerpause kommt – und zwar schnell. Die
Eltern und Kinder in diesem Land haben es verdient, dass ihre Schulen
endlich die Unterstützung bekommen, die sie dringend brauchen.“

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