Politik

EU-Indien-Abkommen: Winzig begrüßt größte Freihandelszone der Welt mit zwei Milliarden Menschen

Brüssel (OTS) – Die EU und Indien haben nach jahrelangen
Verhandlungen ein
umfassendes Freihandelsabkommen finalisiert. Für Angelika Winzig,
Wirtschaftssprecherin der ÖVP im Europaparlament und Mitglied der
Delegation für die Beziehungen zu Indien, ist der Abschluss ein
„wirtschafts- und geopolitischer Meilenstein für Europa“.

„Mit diesem Abkommen entsteht die größte Freihandelszone der Welt
– mit rund zwei Milliarden Menschen. Das ist ein historischer Schritt
für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und geopolitische Stärke Europas“,
betont Winzig. “Allein das Handelsvolumen im Warenverkehr zwischen
der EU und Indien lag 2024 bei rund 120 Milliarden Euro – dieses
Potenzial können wir nun gezielt ausbauen.”

Das Abkommen ist ein starkes Signal für offenen, regelbasierten
Welthandel und schafft neue Marktchancen für europäische Unternehmen,
insbesondere für KMU. Es sieht den Abbau von Zöllen auf zentrale
Exportprodukte wie Fahrzeuge, Maschinen, Chemikalien sowie Agrar- und
Genussmittel vor und verbessert zugleich den Zugang zu Indiens
schnell wachsendem Dienstleistungsmarkt, etwa in den Bereichen
Telekommunikation, Finanzdienstleistungen und digitale Wirtschaft.

„Indien ist einer der dynamischsten Wachstumsmärkte der Welt. Der
verbesserte Marktzugang eröffnet neue Chancen für Export,
Investitionen, Innovation und hochwertige Arbeitsplätze in Europa“,
sagt Winzig. “Als Mitglied der Delegation für die Beziehungen zu
Indien erlebe ich seit Jahren, wie groß das wirtschaftliche und
strategische Potenzial dieser Partnerschaft ist. Dieses Abkommen hebt
die EU-Indien-Beziehungen auf ein neues Niveau.”

Gerade in einer Zeit globaler Unsicherheit sei eine vertiefte
wirtschaftliche Partnerschaft zentral: „Europa braucht verlässliche
Partner und diversifizierte Lieferketten. Das EU-Indien-Abkommen
stärkt unsere strategische Autonomie, reduziert Abhängigkeiten und
positioniert die EU als selbstbewussten Global Player“, sagt Winzig.
Auch für Österreich erwartet Winzig positive Effekte: “Unsere
exportorientierten Industrien, innovative Start-ups und vor allem der
Mittelstand können von neuen Marktchancen in Indien erheblich
profitieren.”

„Jetzt kommt es darauf an, das Abkommen rasch zu ratifizieren und
die Chancen für Unternehmen und Beschäftigte schnell nutzbar zu
machen. Europa darf nicht zögern, wenn es um Wachstum,
Wettbewerbsfähigkeit und globale Partnerschaften geht“, sagt Winzig
abschließend. (Schluss)

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