Wien (OTS) – Bei der morgigen Sitzung des Wirtschaftsparlaments der
Wirtschaftskammer Österreich bringen UNOS – Unternehmerisches
Österreich, vertreten durch UNOS Bundessprecher Michael Bernhard,
Shari Kuen und Bundessprecher-Stellvertreter Markus Hofer, mehrere
Anträge zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Österreich ein. Im
Zentrum stehen dabei die Vermeidung einer neuen Lohn-Preis-Spirale,
die Modernisierung der Gewerbeordnung, steuerliche Entlastungen für
exportorientierte Unternehmen sowie mehr Effizienz und Transparenz in
der Kammerorganisation. Ziel ist eine Wirtschaftskammer, die ihre
Ressourcen konsequent im Interesse ihrer Mitglieder einsetzt.
„Österreich verliert seit Jahren an Wettbewerbsfähigkeit.
Steigende Lohnstückkosten, hohe Abgaben und zu langsame Reformen
setzen insbesondere exportorientierte Betriebe massiv unter Druck.
Wenn wir diesen Trend nicht stoppen, gefährden wir langfristig
Wachstum und Beschäftigung“, erklärt Michael Bernhard, UNOS
Bundessprecher.
Zwtl.: Lohnnebenkosten senken und Wettbewerbsfähigkeit stärken
Ein zentraler Antrag betrifft die Vermeidung einer neuerlichen
Lohn-Preis-Spirale. UNOS fordern eine rasche und substanzielle
Senkung der Lohnnebenkosten sowie eine wettbewerbsorientierte
Lohnpolitik. Besonders im Fokus steht dabei auch die Kammerumlage 2 (
KU2), die schrittweise bis 2029 auf null reduziert werden soll. „Die
internationale Wettbewerbsfähigkeit entscheidet sich auch bei den
Arbeitskosten. Österreich braucht jetzt eine klare Entlastung statt
weiterer Kostensteigerungen“, betont Markus Hofer, UNOS
Bundessprecher-Stellvertreter. Und weiter: „Die angekündigte Senkung
in Wien zeigt, dass Entlastungen möglich sind, wenn der politische
Wille da ist. Jetzt ist auch die Bundesorganisation der
Wirtschaftskammer gefordert, entsprechende Maßnahmen umzusetzen.“
Zwtl.: Gewerbeordnung modernisieren, Investitionen erleichtern
Auch die Gewerbeordnung soll aus Sicht von UNOS umfassend
modernisiert werden, im Besonderen das Betriebsanlagenrecht. UNOS
fordern schnellere Verfahren, mehr Genehmigungsfreistellungen,
digitale Verfahren sowie eine Stärkung des Bestandsschutzes für
bestehende Anlagen. „Investitionen dürfen nicht an langsamen
Verfahren scheitern. Wer in Österreich investieren will, braucht
Verlässlichkeit, Tempo und klare Regeln“, meint Shari Kuen, UNOS
Delegierte zum Wirtschaftsparlament. Ziel ist ein System, das
unternehmerische Kompetenz stärker anerkennt und bürokratische Hürden
reduziert. „Die aktuelle Gewerbeordnung stammt in ihren Grundzügen
aus dem 19. Jahrhundert. Sie passt nicht mehr zu einer Wirtschaft,
die von Digitalisierung, Innovation und raschen Veränderungen geprägt
ist“, erklärt Kuen.
Zwtl.: Transparenz bei Mitteln und klare Kontrolle der Verwendung
Darüber hinaus setzen sich UNOS für mehr Effizienz und Kontrolle
innerhalb der Wirtschaftskammer Österreich ein. Im Zuge der
Beratungen zum Rechnungsabschluss 2025 zeigt sich, dass sowohl
Einnahmen als auch Funktionärsentschädigungen deutlich gestiegen
sind. Der Rechnungsabschluss verdeutlicht eine finanziell überaus
komfortabel ausgestattete Kammer mit hohen Rücklagen und steigenden
Einnahmen aus der KU2. „Gerade dieser finanzielle Spielraum
verpflichtet zu Transparenz, Kontrolle und einer spürbaren Entlastung
der Mitglieder. Wenn Mittel vorhanden sind, muss nachvollziehbar
sein, wie sie eingesetzt werden – und sie müssen auch bei den
Unternehmen ankommen“, so Bernhard.
UNOS kritisieren in diesem Zusammenhang insbesondere die
Entwicklung der KU2-Einnahmen sowie einzelner Kostenpositionen und
sehen darin weiterhin offenen Reformbedarf. „Eine moderne
Wirtschaftskammer muss transparent, effizient und auf ihre
Kernaufgaben fokussiert sein. Nur wenn Mittel nachvollziehbar
eingesetzt werden und die Interessen der Mitglieder im Mittelpunkt
stehen, bleibt sie langfristig glaubwürdig als Interessenvertretung
der österreichischen Unternehmerinnen und Unternehmer.“, so Bernhard
abschließend.
UNOS – Unternehmerisches Österreich vertreten seit 2014 die
Interessen liberal denkender Unternehmerinnen und Unternehmer und
sind in acht Wirtschaftsparlamenten präsent.
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