Politik

Bauernbund unterstützt Totschnigs Forderung nach Aussetzen der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR)

Wien (OTS) – Der Österreichische Bauernbund begrüßt die klare Linie
von
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig zur EU-
Entwaldungsverordnung (EUDR). Im heutigen Rat der
Landwirtschaftsminister in Brüssel hat Totschnig unmissverständlich
klargemacht: Die EU hat ein Gesetz für ein globales Phänomen
geschaffen, das wir in Europa gar nicht haben. Statt Regenwälder zu
schützen, wird ein massiver Bürokratieapparat aufgebaut und genau das
lehnen wir ab. „Die Verordnung ist in ihrer jetzigen Form
realitätsfern und belastet vor allem jene Länder, die seit
Jahrzehnten auf nachhaltige Forstwirtschaft setzen. Österreich
verzeichnet seit Jahren ein tägliches Waldwachstum. Gerade deshalb
dürfen unsere Waldbäuerinnen und Waldbauern nicht mit zusätzlicher
Bürokratie bestraft werden“, betont Bauernbund-Präsident Abg.z.NR DI
Georg Strasser .

Zwtl.: Aussetzen als notwendiger Schritt

Der Bauernbund unterstützt daher die Forderung nach einem
Aussetzen der EU-Entwaldungsverordnung („Stop-the-clock“). „Wir
brauchen eine Entwaldungsverordnung, die die tatsächlichen Treiber
der globalen Abholzungen adressiert und praxistaugliche Regeln für
nachhaltige Länder wie Österreich vorsieht. Mehr Papier schützt
keinen Regenwald – Hausverstand und Differenzierung schon“, so
Strasser .

Zwtl.: Bürokratie verfehlt das Ziel

Die EUDR verpflichtet Unternehmen dazu, für bestimmte Produkte
wie Holz, Kaffee, Kakao, Soja, Rinder und deren Erzeugnisse eine
vollständige Rückverfolgbarkeit und Entwaldungsfreiheit nachzuweisen.
Diese Anforderungen sind jedoch mit unverhältnismäßigem Aufwand
verbunden, insbesondere in Ländern wie Österreich, wo funktionierende
Kontrollsysteme etabliert sind, und kein relevantes Entwaldungsrisiko
besteht. „Damit entsteht ein massiver Bürokratieapparat, der nichts
gegen illegale Abholzungen im Amazonas nützt, aber unsere
Waldbäuerinnen und Waldbauern belastet. Gerade Österreich mit einer
wachsenden Waldfläche und einem der strengsten Forstgesetze weltweit
darf hier nicht in denselben Topf geworfen werden“, so Strasser
weiter.

Zwtl.: Bauernbund fordert Praxistauglichkeit

Mit der klaren Forderung nach einem Aussetzen der EUDR
unterstreicht der Bauernbund: Wir wollen eine faire, sachliche und
wirksame Entwaldungsverordnung, aber keine Belastung für jene, die
seit Generationen nachhaltig wirtschaften.

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