Politik

Drehschluss für internationale „Universum History“-Doku „1866 – Zeitenwende Königgrätz“ von Fritz Kalteis

Wien (OTS) – 3. Juli 1866. Die Schlacht bei Königgrätz (heute Hradec
Králové,
Tschechische Republik) vor 160 Jahren wird zur schicksalhaften
Zeitenwende in der europäischen Geschichte. Der Sieg Preußens über
die Armeen der Habsburgermonarchie und Sachsens bedeutet auch die
Entscheidung im Ringen um die Vorherrschaft im Deutschen Reich –
Preußen wird zur dominierenden Macht. Die Schlacht von Königgrätz
bereitete nicht nur den Weg zu einem geeinten Deutschland, sondern
veränderte auch das Leben der betroffenen Menschen für immer.

Die „Universum History“-Dokumentation „1866 – Zeitenwende
Königgrätz“ zeichnet unter der Regie von Fritz Kalteis – basierend
auf wahren Begebenheiten und historischen Persönlichkeiten – die
Vorbereitungen für den Ablauf eines umwälzenden Ereignisses nach.
Vergangene Woche endeten die Dreharbeiten für die Koproduktion von
EPO-Film, ORF, ZDF/Arte und Česká televize, die voraussichtlich im
Juli 2026 im ORF zu sehen sein wird.

Nachfahren von Königgrätz-Kämpfern und österreichische
Historiker:innen geben einen detaillierten Einblick in die
Geschehnisse. Schauplatz des Dokudramas ist u. a. das Gebiet des
ehemaligen Schlachtfeldes. Protagonistinnen und Protagonisten sowohl
von österreichischer, preußischer wie auch tschechischer Seite ziehen
das Publikum mitten in die Wirren der Ereignisse von 1866: von den
tschechisch-österreichischen und preußischen Soldaten, die im
Schlachtgetümmel um ihr Leben kämpfen, über die schwangere Ehefrau
eines Offiziers, die um ihren Mann fürchtet, bis hin zum böhmischen
Bauernbuben, für den der Krieg vor seiner Haustür zur prägenden
Erfahrung seines jungen Lebens wird.

Darunter ist etwa der junge Musiker Ladislav Prokop aus Böhmen (
gespielt von Václav Holinka). Er marschiert mit seinem
österreichischen Regiment von Zadar aus in einen Krieg, der seine
eigene Heimat teils schwer verwüsten wird. Prokops Erinnerungen an
den Feldzug von 1866 sind bis heute erhalten – ein einzigartiges
historisches Dokument, das einen Einblick in die ebenso brutale wie
absurde Realität dieses Krieges bietet. Sein Nachfahre, ein heute in
London lebender Geigenbauer, der ebenfalls Ladislav Prokop heißt,
besucht im Rahmen der Doku erstmal das Schlachtfeld, auf dem sein
Ururgroßvater gekämpft hat – ein hochemotionaler Moment.

Simon Schofeld, Sebastian Thiers oder Henrietta Rauth fungieren
als weitere Darsteller:innen in diesem Dokudrama, mit dem „Universum
History“ auch gestalterisch neue Wege geht. Mosaikartig werden
emotionale Spielszenen vor dem Hintergrund projizierter historischer
Fotos und Grafiken inszeniert. Dadurch entsteht eine völlig neue
Ästhetik des historischen Storytellings.

Fritz Kalteis, Regisseur:

„Der Film versucht gar nicht erst, diese größte Schlacht des 19.
Jahrhunderts in ihrer Gesamtheit bildlich zu erfassen – sondern wir
lenken in einem aufs Nötigste reduzierten Set die Aufmerksamkeit der
Zuseher:innen ganz auf die Emotionen der Protagonisten und
Protagonistinnen. Es geht um Momente, die sich tief in die Erinnerung
der von diesem Krieg betroffenen Menschen eingegraben haben“.

Caroline Haidacher, Sendungsverantwortliche „Universum History”:

„‚Universum History‘ wirft ein Schlaglicht auf dieses etwas in
Vergessenheit geratene, aber höchst bedeutende Ereignis und setzt es
innovativ in Szene. Dadurch bekommt ein für viele verstaubter
Geschichtsbegriff einen neuen und überraschenden Glanz.“

Die Schlacht von Königgrätz markiert einen Wendepunkt in der
Beziehungsgeschichte zwischen Österreich und Deutschland und hatte
große Auswirkungen bis zu den Tragödien des 20. Jahrhunderts. Was
viele nicht wissen: Der bis heute geläufige, allerdings oft abwertend
verwendete Begriff „Piefke“ hat seinen Ursprung in der Schlacht von
Königgrätz. „Universum History“ holt mit dieser Hochglanz-Produktion
ein für viele fernes vergangenes Ereignis in die Gegenwart und macht
einen Wendepunkt mit Folgen für ganz Europa in außergewöhnlicher
Bildsprache lebendig und erlebbar.

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