Politik

Grüne Wien/Pühringer, Kraus: 10 Jahre „Mahü“ NEU – Ein Leuchtturm, der bis heute strahlt

Wien (OTS) – Die Eröffnung der umgestalteten, verkehrsberuhigten
‚Mahü‘ vor zehn
Jahren war ein stadtplanerischer Meilenstein und gleichzeitig ein
Startschuss für viele weitere Umgestaltungsprojekte in ganz Wien.
„Die neue Mariahilfer Straße war und ist ein Symbol dafür, was man
mit mutiger Stadtgestaltung erreichen und wie innovativ Wien sein
kann“, so Judith Pühringer und Peter Kraus, die beiden
Parteivorsitzenden der Wiener Grünen, anlässlich des 10-jährigen
Jubiläums. „Bis heute ist die umgestaltete Mahü ein europaweit
beachtetes Vorzeigeprojekt, mit dem in Wien eine Zeitenwende in der
Stadtplanung eingeleitet wurde“, so Pühringer und Kraus.

Mutige Stadtplanung wird belohnt

Kaum war die neue Mariahilfer Straße am 1. August 2015 feierlich
eröffnet, ging in Wien ein wahrer Neugestaltungs-Marathon los. Fast
jeder Bezirk wollte seine eigene „Mini-Mahü“ haben – es folgten Neu-
und Umgestaltungen der Meidlinger Hauptstraße, der Herrengasse,
Rotenturmstraße, Währinger, Ottakringer und Reinprechtsdorfer Straße
oder Lange Gasse. In Wien-Neubau wurden die Neubaugasse und
Zollergasse umgestaltet und verkehrsberuhigt. Bäume wurden gepflanzt,
Grätzel entsiegelt und abgekühlt. „Die neue Mahü hat als
Leuchtturmprojekt in die umliegenden Bezirke und Grätzel
ausgestrahlt. Die Umgestaltung der Mariahilfer Straße ist ein Symbol
dafür, dass es sich lohnt, mutig zu sein und große Visionen zu
haben“, so Kraus.

„Mutige Stadtgestaltung ist nie fertig, sondern geht immer
weiter. Das gilt auch für die Mahü: Nach langjährigem grünen Druck
kommen jetzt auch auf der Äußeren Mariahilfer Straße ein neuer
Radweg, neue Bäume und mehr Lebensqualität für die Menschen in
Rudolfsheim-Fünfhaus“, so Kraus. Der erste Bauabschnitt wurde bereits
eröffnet.

Rot-Pink fehlt der Mut für große Visionen

Leider fehlt Rot-Pink der Mut für große Visionen: „Die anhaltende
Mutlosigkeit der rot-pinken Stadtregierung ist die größte Bremse für
Innovation in Wien. Projekte wie die Mariahilfer Straße oder die 365-
Euro Jahreskarte würde es mit so wenig Mut wie heute nicht geben“,
hält Pühringer fest.

Die Chancen liegen nämlich auf der Straße: Nach der U-Bahn-
Baustelle steht die Neugestaltung der Zweierlinie vom Karlsplatz bis
zur Universitätsstraße an. Hierfür haben die Wiener Grünen bereits
Anfang 2023 umfassende Pläne vorgestellt. Gleiches gilt für den
Gürtel („Gemma Gürtel 2030+“ ) – doch hier hat die Stadtregierung
sogar die angekündigten Minimalanpassungen abgesagt und damit jede
Hoffnung auf zeitgerechte Umgestaltung im Keim erstickt. „Auch bei
Zweierlinie und Gürtel ist es höchste Zeit für Begrünung, Kühlung und
bessere Radfahrinfrastruktur. Alle, die daran zweifeln, seien an die
Mahü erinnert: Es geht eben doch!“, so Pühringer und Kraus
abschließend.

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