Wien (OTS) – „Die unerwartet stark angestiegene Arbeitslosigkeit
schreit geradezu
nach zwei schnellen Schritten der Politik“, meint Markus Koza,
Arbeits- und Sozialsprecher der Grünen: „Die Regierung kann die
soeben gekürzten Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik erhöhen und
die angekündigte Erhöhung der Saisonierszahl um 3000 Personen wieder
absagen.“
Ein starker Anstieg der Arbeitslosenzahl mitten in der besten
Saison kommt unerwartet und ist alarmierend. Es wäre unseriös, der
Bundesregierung die zentrale Verantwortung für die trump‘sche
Verunsicherungspolitik, für den Überfall auf die Ukraine oder das
aktuelle Wetter zuzuschieben“, so Koza, „aber sie kann sehr schnell
zumindest diese zwei Dinge tun, die auch wirklich in ihrer Macht
liegen.“
Mehr arbeitslose Menschen brauchen mehr Mittel: „Wer jetzt Geld
freimacht, um arbeitslosen Menschen zu besserer Ausbildung und
besseren Jobs zu verhelfen, erntet im Herbst und im Winter nicht nur
weniger Arbeitslose, sondern auch höhere Steuer- und
Beitragseinnahmen“, so Koza. Im Gegenzug ist es nicht sinnvoll, die
Zahl der Saisoniers fast zu verdoppeln. Der Tourismus muss in
nachhaltige Konzepte investieren und sich auf die im Land
befindlichen Arbeitskräfte konzentrieren. Nur dann wird es gelingen,
alle Vorteile des Wirtschaftsstandortes Österreich auszuspielen.
„Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer möge also endlich aufhören,
auf der politischen Bühne unsachliche Sommerdebatten über
Teilzeitbeschäftigte zu geben und als Teil der Bundesregierung seinen
Job machen. Und der besteht im Moment jedenfalls darin, mehr Mittel
für aktive Arbeitsmarktpolitik freizugeben sowie die Erhöhung der
Saisonierskontingente abzusagen“, so Koza.