Wien (OTS) – Wenig Verständnis für die ÖVP-internen Streitereien um
die Anhebung
des gesetzlichen Pensionsantrittsalters hat Markus Koza, Arbeits- und
Sozialsprecher der Grünen. „Dieses Hü und Hott der ÖVP bei der Frage
nach der Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters schafft nur
Verunsicherung und leistet unserem öffentlichen Pensionssystem einen
Bärendienst . Die ÖVP ist aufgerufen, diese unselige Debatte endlich
zu beenden und sich um das zu kümmern, wofür sie als Regierungspartei
eigentlich da ist: Nämlich dafür zu sorgen, dass es ausreichend Jobs
für ältere Menschen gibt“, fordert Koza.
Denn hier sei die Regierung bislang säumig. „Während es mit der
Anhebung des Zutrittsalters zur Korridorpension gar nicht schnell
genug gehen konnte, ebenso bei der Verkürzung der Altersteilzeit,
warten wir immer noch auf geeignete Maßnahmen, um Arbeitnehmer:innen
länger und gesund in Beschäftigung zu halten“, bekräftigt Koza einmal
mehr die Forderung nach einem Bonus-Malus-System für ältere
Arbeitnehmer:innen. „Das Prinzip ist einfach: Betriebe, die
überdurchschnittlich viele ältere Arbeitnehmer:innen beschäftigen und
für alternsgerechte Jobs sorgen, sollen unterstützt werden. Umgekehrt
sollen Unternehmen, die ältere Arbeitnehmer:innen kündigen oder
unterdurchschnittlich wenige beschäftigen, einen höheren Beitrag
leisten.“ ÖGB, AK aber auch prominente Sozialdemokraten wie
Finanzminister Marterbauer würden inzwischen ein Bonus-Malus-System
fordern. „Die ÖVP weigert sich allerdings immer noch darüber auch nur
nachzudenken und blockiert hier wie eh und je.“
Koza stellt klar: „Darüber zu philosophieren, ob man Menschen mit
65, 67 oder 70 in Pension schicken soll, ist nur zynisch, nützt
niemandem und schafft auch keine Jobs für Ältere. Die ÖVP soll sich
endlich einen Ruck geben und zu einer ernsthaften Politik für ältere
Arbeitnehmer:innen zurückkehren. Die von ihr betriebene
Verunsicherung braucht jedenfalls keiner.“