St. Pölten (OTS) – Von 16. Mai bis 20. Juli wurden 48 Kunst- und
Kulturprojekte mit rund
120 Veranstaltungen im gesamten Mostviertel umgesetzt. Das Publikum
nahm das breit gefächerte Programm der Kulturvernetzung
Niederösterreich begeistert auf, und das eine oder andere Projekt
wird nach dem Festival wahrscheinlich seine Fortsetzung finden!
Mit einem fulminanten Konzert der Quetschwork Family gemeinsam
mit Da Blechhauf‘n endete das diesjährige MOST/4-Festival am Sonntag,
den 20. Juli vor ausverkauften Rängen auf der Bühne des Haager
Theatersommers. Das Programm hat Walter Sitz mit den beiden Ensembles
eigens für das Festival einstudiert. Gleichzeitig markierte das
Finale in Haag das Ende der Schaufensterausstellung SCHAU* , die vom
Kunstverein ent umgesetzt wurde. Im Rahmen einer letzten geführten
Tour durch die Stadt konnten Interessierte am Sonntag acht
künstlerische Positionen kennenlernen, die in leerstehenden
Schaufenstern gezeigt wurden. Einige der ausgestellten Werke wurden
für das Festival konzipiert, wie generell alle Projekte speziell für
das Mostviertel und seine Gemeinden entwickelt wurden. Von Konzerten
bis Ausstellungen, von partizipativen Kulturprojekten bis zu
Tanzperformances, von Traditionellem bis zu Visionärem – die 48
Festivalprojekte spiegelten zwei Monate lang die Vielfalt
niederösterreichischer Regionalkultur wider. Eingebettet in teils
höchst unterschiedliche, von lokalen Initiativen getragene
Veranstaltungsformate konnte das Publikum dabei eine Vielzahl
namhafter Künstlerinnen und Künstler aus den unterschiedlichsten
Bereichen live erleben, wie zum Beispiel Alicia Edelweiß, Klezmer
Reloaded, Tini Trampler, Lou Asril, Sigrid Horn, Jon Sass und Arkadi
Schilkloper, Karlheinz Essl, Christoph & Lollo, Djakali Kone, Karl
Ritter, Das schottische Prinzip, Anna Buchegger, Violetta Parisini,
Sophie Abraham, Julia Lacherstorfer, Simon Zöchbauer, Katharina
Cibulka, Victoria Coeln, die editta braun company, Omar Khir Alanam
sowie zahlreiche junge Regisseurinnen und Regisseure aus der
österreichischen Filmbranche.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zeigte sich begeistert: „Es
ist einfach beeindruckend, was im Mostviertel in den letzten Wochen
an Kunst und Kultur geboten wurde. Mein Dank gilt allen teilnehmenden
Künstlerinnen und Künstlern, vor allem aber den Freiwilligen und
Ehrenamtlichen, die mit ihrem Engagement und Einsatz dieses
vielfältige Kulturangebot möglich gemacht haben und damit zur besten
Zukunft unserer Kinder beitragen!“
Zwtl.: Investition in die Zukunft
Im Gegensatz zu anderen Festivals werden beim Viertelfestival
keine bestehenden Acts und Performances eingeladen, sondern Projekte
speziell für das Festival entwickelt . Dabei ging es auch heuer
wieder um ein Ausprobieren von Ideen und Formaten . Bei etlichen kann
man hoffen, dass sie in den nächsten Jahren fortgesetzt werden. So
zum Beispiel die DONAU.KLANG.BRÜCKE in St. Andrä-Wördern, bei der
unter der musikalischen Leitung von Gilbert Handler über 800
Besucherinnen und Besucher musikalisch verzaubert wurden. Mit dem
Kurz.Film.Zuckerl Street Cinema hat der Verein Filmzuckerl ebenfalls
bei großem Publikumsandrang ein neues Präsentationsformat für
Kurzfilme in Waidhofen an der Ybbs erfolgreich entwickelt. Die
Ausstellung SCHAU* in Haag war wiederum ein gutes Beispiel dafür, wie
man Leerstände als Ausstellungsflächen für zeitgenössische Kunst
nutzen kann. Viele Anfragen erhielt Thomas Zeller von Wirtshäusern,
die gerne seinen im Rahmen von Begegnungszone Wirtshaus entstandenen
Film zeigen wollen, kombiniert mit der Wirtshausmusi der Volkskultur
Niederösterreich. Auch einige spannende Orte wurden im Rahmen des
Festivals wahrscheinlich längerfristig für eine kulturelle Bespielung
geöffnet wie zum Beispiel in Wieselburg das ehemaligen Andritz Areal
oder in Euratsfeld das Geburtshaus von Alois Mock. Und sowohl bei der
Quetschwork Family und Da Blechhauf‘n als auch bei den Bands Gravögl,
SarahBernhardt oder Dritte Hand, die im Rahmen der neuen Mostviertler
Welle das Festival eröffnet haben, bestehen Überlegungen, diese
künstlerischen Kooperationen künftig fortzuführen.
Zwtl.: Kunst als Teil des Marketings
Verstärkt in die Werbemaßnahmen des Festivals eingebunden wurden
kreative Ansätze von regionalen Künstlerinnen und Künstlern. Heuer
fanden sowohl die Projekt-Illustrationen von Nina Ober als auch der
von Sigrid Horn komponierte Jingle bei den Projekten und beim
Publikum großen Anklang. Die Jingle-Melodie war sogar beim Festival-
Flipper immer dann zu hören, wenn die Kugel den Hirsch getroffen hat.
Auch 2026 beim nächsten Viertelfestival, das im Weinviertel
durchgeführt wird, soll der Flipper wieder unterwegs sein –
allerdings dann mit einer neuen, für dieses Festival komponierten
Musik. Das WEIN/4-Festival geht 2026 von Mitte Mai bis Mitte Juli der
Frage nach: Was geht ab?! Man kann gespannt sein, welche
künstlerischen Antworten im Weinviertel auf diese Frage gegeben
werden.
Alle Informationen zum Viertelfestival sind unter
www.viertelfestival.at abrufbar.