Wien (OTS) – „Die ÖVP sollte sich lieber konstruktiv in die
Verhandlungen
einbringen statt Bildungsminister Christoph Wiederkehr fälschlich
vorzuwerfen, er würde Reformen blockieren“, sagt Fiona Fiedler, NEOS-
Sprecherin für Inklusion. „Tatsächlich befinden wir uns – wie
vereinbart – in einem laufenden, gemeinsamen Arbeits- und
Abstimmungsprozess mit unseren Koalitionspartnern. Öffentliche
Unterstellungen einer Blockadehaltung verkennen nicht nur diesen
gemeinsamen Prozess, sondern erschweren auch die sachliche Arbeit an
einem tragfähigen Inklusionspaket, das den Bedürfnissen von Kindern,
Jugendlichen und ihren Familien gerecht wird. Österreich hat sich mit
der UN-Behindertenrechtskonvention zu einem inklusiven Bildungssystem
bekannt. Genau daran arbeiten wir.“
Das Paket, das gemeinsam mit Fachleuten aus dem Inklusionsbereich
erarbeitet wird, besteht aus vier zentralen Bausteinen:
1. Einführung eines Rechtsanspruchs auf ein freiwilliges 11. und 12.
Schuljahr
2. Ausbau eines barrierefreien und inklusiven Bildungsangebots in der
Sekundarstufe II
3. Neukonzeption des sonderpädagogischen Förderbedarfs
4. Anpassungen in der Lehramtsausbildung, um fundiertes Know-how im
Bereich inklusiver Bildung für Lehrkräfte sicherzustellen
„Unser Ziel ist es, dass die oben genannten Maßnahmen zur
Verbesserung inklusiver Bildung mit September 2027 in Kraft treten
können. Ich erwarte mir, dass alle konstruktiv mitarbeiten, damit wir
dem Nationalrat rasch ein gutes Paket vorlegen können. Dazu zählt,
dass Kritik und Änderungsvorschläge im Rahmen der vorgesehenen
politischen und fachlichen Abstimmungswege eingebracht werden und
nicht über Medien ausgerichtet werden.“