ÖVP-Keri ad Auszeit-WG: Transparenz darf nicht erst dem öffentlichen Druck folgen

Wien (OTS) – „Nach anhaltender Kritik von Experten und entsprechender
medialer
Berichterstattung legt Neos-Stadträtin Emmerling nun endlich das
Konzept zur Auszeit-WG offen. Dass dieses erst auf öffentlichen Druck
zugänglich gemacht wird, spricht allerdings nicht für das
Transparenzverständnis der Neos“, so die Familiensprecherin der
Wiener Volkspartei Sabine Keri.

Die Wiener Volkspartei hatte wiederholt mehr Offenheit rund um
die Auszeit-WG und deren fachliche Grundlagen eingefordert. „Gerade
eine Partei, die Transparenz stets zu einem ihrer politischen
Grundsätze erklärt, sollte Informationen nicht erst dann offenlegen,
wenn diese von Experten, Medien und Öffentlichkeit eingefordert
werden. Transparenz bedeutet nicht, auf Druck zu reagieren, sondern
von Beginn an aktiv, umfassend und nachvollziehbar zu informieren.
Diesem eigenen Anspruch werden die Neos hier bislang nicht gerecht“,
so Keri.

Auch die nun erfolgte Veröffentlichung könne die offenen
inhaltlichen Fragen nicht ausräumen. „Das vorgelegte Konzept bleibt
auf den ersten Blick erstaunlich oberflächlich und ergeht sich in der
ausführlichen Beschreibung eines ergotherapeutischen Therapieraums
mit Wohlfühlbonus. Man stellt sich die Frage, wo hier genau auf die
Straftaten der Intensivtäter eingegangen wird? Bei einem derart
sensiblen Projekt braucht es mehr als die Beschreibung der
Ausstattung mit Wasserbetten, Hängeschaukeln, Trampolinen oder
Freizeitbeschäftigungen wie Bogenschießen, Klettern oder Ausflüge auf
die Donauinsel. Vielmehr fehlt es an klaren und konkreten
Zielsetzungen sowie Erfolgs-Parametern in diesem Konzept“, betont
Keri.

„Die Veröffentlichung des Konzepts war notwendig und längst
überfällig. Sie kann aber nur der Beginn einer transparenten
Auseinandersetzung mit diesem Projekt sein. Wir werden die weitere
Umsetzung genau prüfen und werde Neos-Stadträtin Emmerling weiterhin
ganz genau auf die Finger schauen. Gerade bei einem derart sensiblen
Bereich müssen fachliche Qualität, nachvollziehbare Entscheidungen
und umfassende Transparenz gewährleistet sein“, so Keri abschließend.

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