Politik

Salzburger Festspiele 2025: Opernpremiere „Maria Stuarda“ am 1. August live-zeitversetzt in ORF 2 und auf ORF ON

Wien (OTS) – Das nächste große Festspielhighlight aus Salzburg im
ORF! Am Freitag,
dem 1. August 2025, feiert die Neuinszenierung von Gaetano Donizettis
Oper „Maria Stuarda“ im Großen Festspielhaus Premiere – ein
Meisterwerk des Belcanto, das die tragische Auseinandersetzung zweier
ikonischer Monarchinnen mit all ihrer emotionalen Intensität und
dramatischen Tiefe lebendig werden lässt. Im Rahmen des umfangreichen
ORF-Programms zu den Salzburger Festspielen (Details unter
presse.ORF.at) überträgt ORF 2 die Produktion live-zeitversetzt um
21.20 Uhr sowie auf ORF ON. In der Titelrolle als schottische Königin
Maria Stuart ist die US-amerikanische Sopranistin Lisette Oropesa zu
erleben, ihre Kontrahentin und Cousine Königin Elisabeth I. von
England verkörpert ihre Landsfrau Mezzosopranistin Kate Lindsey. In
weiteren Rollen treten u. a. Bekhzod Davronov (Roberto, Graf
Leicester), Aleksei Kulagin (Giorgio Talbot), Thomas Lehman (Lord
Guglielmo Cecil) auf. Die Wiener Philharmoniker dirigiert Antonello
Manacorda. Das faszinierende Werk über Macht, Verrat und die
Sehnsucht nach Freiheit setzt Ulrich Rasche in Szene und liefert
damit seine erste Regiearbeit in Salzburg ab. Für die ORF-Bildregie
der TV-Übertragung zeichnet Michael Beyer verantwortlich, durch den
Opernabend führt Teresa Vogl.

Anschließend an die „Maria Stuarda“-Premiere aus Salzburg zeigt ORF 2
die „Universum History“-Produktion „Kampf der Königinnen: Mary Stuart
vs. Elizabeth I.“ (0.05 Uhr), die ein Drama um „Fake News“ und „Hate
Speech“ im England des 16. Jahrhunderts dokumentiert. Für die
Darstellung des erbitterten Kampfs der beiden Kontrahentinnen bedient
sich der Film eines Kunstgriffs: Queen Elizabeth I. – verkörpert von
Schauspielerin Marie-Christine Friedrich – erzählt ihr intimes Wissen
aus allen Lebensphasen ihrer Konkurrentin Mary Stuart, die sie 1587
wegen Hochverrats und eines Mordkomplotts hinrichten ließ.

Mehr Details zur Opernproduktion „Maria Stuarda“:

Gaetano Donizettis Oper „Maria Stuarda“ ist ein hochemotionaler
Machtthriller. Zwei Frauen stehen einander darin gegenüber: Maria
Stuart, die katholische Königin von Schottland, und Elisabeth I.,
protestantische Herrscherin von England. Ihre Rivalität ist mehr als
politisch. Sie ist persönlich, ideologisch, tödlich. Nur eine wird
überleben. 1587 endet Marias Leben unter dem Fallbeil. Doch was
vorher geschieht, ist ein Operndrama von beispielloser Wucht.

Lisette Oropesa verkörpert in der Neuinszenierung der Salzburger
Festspiele die Titelrolle der Maria Stuarda – mit stimmlicher
Strahlkraft, innerer Tiefe und beeindruckender Verletzlichkeit. Als
ihre Gegenspielerin steht ihr Kate Lindsey als eiskalte, doch
innerlich zerrissene Elisabetta gegenüber. Zwei Ausnahmekünstlerinnen
treffen in einem musikalischen Duell, das in seiner Intensität
elektrisiert, aufeinander.

Donizetti lässt die letzten Tage der schottischen Königin in
leidenschaftlichen Arien und aufwühlenden Szenen auferstehen. Im
Zentrum seiner 1835 am Mailänder Teatro alla Scala uraufgeführten
dreiaktigen Oper, der Friedrich Schillers Drama „Maria Stuart“ als
literarische Vorlage diente, zeigt er zwei Frauenfiguren, zerrissen
zwischen Pflicht und Gefühl, Stolz und Sehnsucht, Kontrolle und
Kontrollverlust. Sie sind Spielball politischer Mächte – und zugleich
selbst deren gnadenlose Treiberinnen. Maria und Elisabeth stellen die
„zwei Körper der Macht“ dar: den sterblichen Menschen und das
unsterbliche Prinzip der Herrschaft. Ihre Begegnung wird zum
rituellen Endspiel – einem Kreis aus Isolation, Projektion und
verhängnisvoller Nähe. Was wie ein Tanz beginnt, endet im Drama ihrer
unausweichlichen Konfrontation. Regisseur Ulrich Rasche treibt diese
Spannung auf die Spitze. Mit seiner formal-strengen, visuell
kraftvollen Handschrift macht er die seelischen und körperlichen
Zustände der Figuren greifbar. Der historische Stoff wird zur
gegenwärtigen Erfahrung – monumental, intensiv und erbarmungslos.
„Maria Stuarda“ ist großes Musiktheater – ein Belcanto-Meisterwerk
über Verrat, Ideologie und die letzte Würde im Angesicht des
Untergangs.

Weitere Details zum ORF-Programm zu den Salzburger Festspielen 2025
sind unter presse.ORF.at bzw. https://oe1.orf.at/festspielsender
abrufbar.

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