Wien (OTS) – Einen Überblick über die Fortsetzung der
Radwegeoffensive 2026 gab
heute Mobilitätsstadträtin Ulli Sima in der Fragestunde des
Gemeinderats: Am Programm stehen heuer 33 neue Projekte alleine im
Hauptradwegenetz, der Fokus liegt 2026 auf Lückenschlüssen und der
Fortsetzung großer Radachsen. Zudem werden neue Leuchtturmprojekte in
Angriff genommen und innovative, kosteneffiziente Bauweisen
eingesetzt, wie sie etwa im Vorjahr bereits am Neubaugürtel umgesetzt
wurden. Für etliche Projekte aus dem heurigen Bauprogramm erfolgte in
den letzten Wochen bereits der Spatenstich, wie in der Landstraßer
Hauptstraße oder der Wiedner Hauptstraße.
„Trotz Konsolidierungsbedarf investieren wir weiter in das Wiener
Radwegenetz und bauen es spürbar aus. 2026 geht es etwa weiter mit
dem 2. Teil der Äußeren Mariahilfer Straße, auch der Radweg auf der
Wiedner Hauptstraße wird fortgeführt. Daneben stehen weitere
Lückenschlüsse wie in der Oberen Donaustraße, verbesserte
Infrastruktur etwa in der Lehmanngasse über den Liesinger Platz und
komplexe Projekte wie die Brünner Straße in Floridsdorf am Programm.
Wie immer sorgen wir auch für viel zusätzliche Begrünung, ganz nach
unserem Motto „Raus aus dem Asphalt und so profitieren alle von den
Projekten“, so Mobilitätsstadträtin Ulli Sima.
Seit 2021 setzt die rot-pinke Koalition eine ambitioniertes
Radwegeoffensive um, hat alleine im Hauptradwegenetz bislang über 100
km neue Radinfrastruktur und 50 km im Bezirksnetz errichtet. Heuer
kommen noch mal 12,5 km dazu.
Auszug aus den Highlights der Radwegoffensive 2026
In der Leopoldstadt wird aktuell auf der Oberen Donaustraße ein
410 Meter langer, neuer 2-Richtungsradweg gebaut und damit eine
direktere Verbindung zwischen Rembrandtstraße und Scholzgasse
geschlossen. Lästige Fahrbahnüberquerungen auf die Seite des
Donaukanals und entsprechende Wartezeiten entfallen.
Das angrenzend entstandene neue Wohngebiet wird nun direkt an das
Hauptradverkehrsnetz angeschlossen. Zum Einsatz kommt hier eine
innovative und kosteneffiziente Bauweise: Der Radweg wird nicht wie
sonst üblich auf erhöhtem Niveau geführt und mit Randstein
abgetrennt, sondern er bleibt auf Straßenniveau, die bestehenden
Randsteine bleiben erhalten. Als Abgrenzung zu den Kfz-Fahrstreifen
dienen ein Streifen für Pkw- und Radabstellplätze, Grünflächen und
ein markierter Schutzstreifen. Das spart Kosten bei garantierter
Sicherheit und höchster Radfahrqualität. Auch Fußgänger*innen
profitieren von neuen Grünflächen inklusive 15 neuer Bäume.
Gestaltung der klimafitten Landstraßer Hauptstraße hat begonnen
Vor kurzem erfolgte – auf Grundlage einer Bürger*innen-Befragung
– der Spatenstich für die schrittweise klimafitte Umgestaltung der
Landstraßer Hauptstraße . Zwischen Juchgasse und Schlachthausgasse
werden aktuell im 1. Schritt auf einem 700 Meter langen
Straßenabschnitt beidseitig baulich getrennte 1-Richtungsradwege
errichtet. 33 neue Bäume entlang der Radwege werden für ein
angenehmes Klima und Schatten sorgen.
Fußgänger*innen und Autofahrer*innen profitieren von einer klaren
Struktur, verbesserten Kreuzungspunkten und besseren
Sichtbeziehungen. Im Abschnitt der Landstraßer Hauptstraße zwischen
Schlachthausgasse und Rennweg wurde bereits im Zusammenhang mit der
Verlängerung der Straßenbahnlinie 18 im letzten Jahr ein neuer 2-
Richtungsradweg gebaut.
Neue Radwege entlang der Linie 18
Der Ausbau der Öffis wird, wo immer es geht, auch mit der
Schaffung neuer Radinfrastruktur verbunden. So wird auch im 3. Bezirk
im Zuge der Verlängerung der Linie 18 die Radinfrastruktur weiter
ausgebaut: Ein 2-Richtungsradweg wird 2026 auf der Würztlerstraße
zwischen Markhofgasse und Erdbergstraße errichtet. Hier schließt die
Stadt eine Lücke und schafft so eine wichtige, durchgehende
Radverbindung zwischen Gürtel und Donaukanal parallel zur
Schlachthausgasse beziehungsweise künftig weiter über die
Stadionbrücke durch den Grünen Prater über die Meiereistraße und Dr.-
Natterer-Gasse bis zur Donau.
Bereits fertiggestellt wurde im Zuge der Gleisbauarbeiten ein
neuer, komfortabler und sicherer 2-Richtungsradweg auf dem Rennweg
zwischen Grasberggasse und Landstraßer Hauptstraße, der den Radweg
und die Fahrradstraße in der Rinnböckstraße direkt ans
Hauptradverkehrswegenetz anschließt. In der Viehmarktgasse wurde
ebenfalls ein neuer 2-Richtungsradweg zwischen Henneberggasse und
Schlachthausgasse errichtet, um sowohl das Vienna BioCenter als auch
das Media Quarter St. Marx über das Hauptradwegenetz erreichen zu
können.
Durchgängiger 2-Richtungsradweg für Wiedner Hauptstraße
Im 1. Teil der umgestalteten Wiedner Hauptstraße entstand bereits
im letzten Jahr ein breiter, baulich getrennter 2-Richtungsradweg
stadtauswärts vom Karlsplatz bis zur Johann-Strauß-Gasse, der nun auf
über 1 Kilometer zügiges und sicheres Vorankommen ermöglicht. Die
alte Baumallee wurde erhalten und um 11 zusätzliche Bäume erweitert.
In Summe entstanden 1.300 Quadratmeter neue Grünflächen.
Aktuell wird an der Fortsetzung gearbeitet: Stadtauswärts werden
die bestehenden Mehrzweckstreifen durch einen 2-Richtungsradweg bis
zur Hartmanngasse ersetzt. Dieser schließt künftig an die vorhandenen
1-Richtungsradwege an, so dass durchgängig, von Matzleinsdorfer Platz
bis zum Karlsplatz, auf baulich getrennten Radwegen gefahren werden
kann. Auch eine Anschlussverbindung wird optimiert: Künftig wird die
Durchfahrt beim Rudolf-Sallinger-Park nicht nur stadtauswärts,
sondern in beide Richtungen nutzbar sein. Damit kommt man auch aus
der Stolberggasse noch komfortabler zum verlängerten 2-
Richtungsradweg in der Wiedner Hauptstraße.
9 neue Bäume und 4 zusätzliche Hochstammsträucher werden
gepflanzt, 8 neue Grünbeete errichtet und ein Trinkbrunnen
installiert. Insgesamt entsteht auf insgesamt 2 Kilometern eine
durchgehende, sichere und komfortable Radverbindung vom Karlsplatz
bis zum Gürtel.
Teil 2 der Äußeren Mariahilfer Straße wird klimafit
Im 15. Bezirk geht es 2026 mit dem Großprojekt Äußere Mariahilfer
Straße weiter. Teil 1 brachte bereits Verkehrsberuhigung, Begrünung
und einen 600 Meter langen, komfortablen 2-Richtungradweg, zudem
viele Sitzgelegenheiten, Cooling-Elemente und breite Gehsteige.
In Kürze geht es mit dem 2. Teil von der Clementinengasse bis
Anschützgasse weiter. Hier entsteht südseitig ein über 720 Meter
neuer 2-Richtungsradweg inklusive klimafitter Begrünung mit 46 neuen
Bäumen und 1.500 Quadratmeter entsiegelter Fläche.
Wie bereits im 1. Teil erfolgreich angewendet, wird auch im 2.
Teil die Mariahilfer Straße zur Einbahn. Der gewonnene Platz wird für
den neuen 2-Richtungsradweg, mehr Flächen für Zu-Fuß-Gehende und für
mehr Grün verwendet.
Floridsdorf: Zentrale Lückenschlüsse in Brünner Straße und
Leopold-Ferstl-Gasse
Auf der Brünner Straße wird zwischen Am Spitz und Karl-Schäfer-
Straße ein 2-Richtungsradweg gebaut. Damit kann die Stadt Wien eine
große Lücke im Radwegenetz im Herzen von Floridsdorf schließen, wo es
bisher Großteiles keinerlei Radinfrastruktur gibt. Es entsteht hier
ein 1.060 Meter langer, komfortabler 2-Richtungsradweg. Im Süden
schließt der Radweg direkt an den neuen, breiten 2-Richtungsradweg
auf der Floridsdorfer Hauptstraße an.
500 Meter 2-Richtungsradweg erweitert Radwegenetz in der
Donaustadt
Auch die Donaustadt hat nach der Einführung des Parkpickerls den
Radwegebau vorangetrieben und auch heuer geht es damit weiter: Auf
der Erzherzog-Karl-Straße wird der nächste Abschnitt für eine
durchgängige, komfortable und sichere Radwegverbindung errichtet. Der
neue über 500 Meter lange 2-Richtungsradweg schließt ab der
Industriestraße direkt an den bereits fertiggestellten, 700 Meter
langen Abschnitt des neuen 2-Richtungsradwegs auf der Erzherzog-Karl-
Straße an. Dadurch entsteht eine durchgängige, sichere und bequeme
Verbindung zwischen dem fertiggestellten Radhighway Nord und den
Radwegen auf der Donaustadtstraße. 10 neue Bäume werden gepflanzt und
zusätzliche Radbügel montiert.
Radwege entlang der Liesing werden weiter optimiert
Auch in Liesing geht die Radwegoffensive weiter: Nach der
Fertigstellung des neuen komfortablen Radwegs über den Atzgersdorfer
Platz Ende 2025, wird die Radinfrastruktur entlang des Liesingbaches
2026 weiter optimiert. Der gut 500 Meter lange Abschnitt entlang der
Lehmanngasse über den Liesinger Platz wird erheblich verbessert. Vom
Herbert-Mayr-Park wird ein neuer 2-Richtungsradweg über die
Lehmanngasse und den Busbahnhof Liesinger Platz bis zum
verkehrsberuhigten Bereich hinter der Liesinger Sporthalle errichtet.
Dort schließt dieser an das bereits vorhandene Radwegenetz an. Wie
bei allen Umgestaltungen von Straßenräumen wird auch hier klimafit
begrünt, entsiegelt und 4 neue Bäume werden gepflanzt.
Im Zuge der Renaturierung des Liesingbaches wird außerdem der
begleitende, 1,4 Kilometer lange Radweg zwischen Atzgersdorf und
Bahnhof Liesing auf das andere Ufer verlegt. So wird es möglich, den
Weg zu verbreitern und neue Unterführungen unter der Marenabrücke (
Carlbergergasse) und der Pellmannbrücke (Rudolf-Waisenhorn-Gasse) zu
errichten. Damit erfährt der Liesingbach-Radweg nach den
Unterführungen an der Triester Straße, der Laxenburger Straße und dem
neuen baulichen Radweg am Atzgersdorfer Platz das nächste große
Upgrade.
Interaktive Online-Karte
Eine interaktive Online-Karte bietet einen Überblick über alle
Projekte der vergangenen Jahre.
rk-Fotoservice: https://presse.wien.gv.at/