Wien (OTS) – „Der österreichische Tourismus ist eine
Erfolgsgeschichte für unser
Land und diese Erfolgsgeschichte wollen und werden wir gemeinsam mit
vollem Einsatz weiterschreiben“, betonte Tourismus-Staatssekretärin
Elisabeth Zehetner anlässlich der heutigen Debatte im Nationalrat
über den Tourismusbericht 2024. Der Bericht zeigt deutlich: Der
heimische Tourismus ist und bleibt mit neuen Höchstwerten bei
Nächtigungen und Ankünften eine zentrale Säule der österreichischen
Wirtschaft. Im Jahr 2024 wurden 154 Millionen Nächtigungen und 46,7
Millionen Ankünfte gezählt. Die touristische Bruttowertschöpfung
belief sich auf 30,3 Milliarden Euro.
Der Tourismus leistet laut WIFO rund 6,3 Prozent der gesamten
Wertschöpfung in Österreich. „Der Tourismus ist damit eine
wesentliche Konjunkturstütze, aber auch er spürt die
Herausforderungen steigender Energie-, Lebensmittel- und
Personalkosten. Genau deshalb ist der Kampf gegen die Inflation eine
zentrale Priorität dieser Bundesregierung“, so Zehetner. „Unser Ziel
ist klar: die Inflation auf 2 Prozent zu senken und das Wachstum auf
mindestens 1 Prozent zu erhöhen. Dafür ist auch der Tourismus ein
entscheidender Partner.“
Zwtl.: Tourismus ist so beliebt wie nie zuvor
„Ein starker Tourismus wäre nicht möglich ohne die engagierten
Menschen, die sich mit Leidenschaft und Professionalität täglich um
das Wohlbefinden der Gäste bemühen“, sagte Zehetner. Eine wichtige
Neuerung im Tourismusbericht 2024 sei die erstmals durch Statistik
Austria erhobene Tourismusakzeptanz-Messung, die auch gesetzlich
verankert wurde: „Mit +38 Prozentpunkten fällt der
Tourismusakzeptanzsaldo klar positiv aus. Das beweist ein weiteres
Mal, dass die Österreicherinnen und Österreicher ihren Tourismus
wertschätzen.“ Die Messung sei Ausdruck einer modernen
Tourismuspolitik, die sich nicht mehr nur um den Gast drehe, so
Zehetner: „Der Tourismus kann nur dann nachhaltig erfolgreich sein,
wenn er auch die Bedürfnisse der einheimischen Bevölkerung in den
Mittelpunkt stellt.“
Zwtl.: Neue und verlässliche Rahmenbedingungen für Beschäftigte und
Betriebe
Neben diesen positiven Ergebnissen verwies die Staatssekretärin
auf eine Reihe konkreter Maßnahmen der Bundesregierung, mit denen die
Rahmenbedingungen für Beschäftigte und Betriebe im Tourismus
verbessert werden. „Gemeinsam mit den Sozialpartnern haben wir einen
vertretbaren Kompromiss zur Sozialversicherungsabgabe auf Trinkgelder
ermöglicht. Künftig werden aus moderaten Pauschalen echte
Maximalbeträge, das schafft Rechtssicherheit, verhindert
unvorhergesehene Nachzahlungen für unsere Betriebe und bedeutet vor
allem eines: echte Wertschätzung für die Arbeit im Tourismus.“
Vor allem die Saisonkontingente-Verordnung, die vergangene Woche
in Begutachtung geschickt wurde, sei ein wichtiges Signal für
Planungssicherheit und Verlässlichkeit in der Branche. „Mit 5.500
Saisonarbeitsplätzen und einem zusätzlichen Westbalkan-Kontingent von
2.500 Plätzen schaffen wir die Voraussetzungen, damit die Betriebe
erstmals schon ab 1. November, rechtzeitig zur Wintersaison, neue
Anträge stellen können. Das bedeutet für Betriebe und Beschäftigte
gleichermaßen Verlässlichkeit, Fairness und Perspektive.“ Darüber
hinaus sei der neue Tourismusfonds über 6,5 Mio. Euro eine Maßnahme,
um Arbeitskräfte länger in der Branche zu halten. „Unser Ziel ist ein
Umfeld mit Perspektive, das Menschen motiviert, im Tourismus zu
bleiben. Denn die Branche lebt von den Menschen, die sie gestalten.“
Zwtl.: Ausblick: Vision T – der Weg in die Zukunft
Mit der neuen Tourismusstrategie „Vision T“ werde die
Bundesregierung den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen.
„Tourismuspolitik heißt für uns: weiterdenken, weitergehen und
gemeinsam die Weichen Richtung Zukunft stellen. Der Strategieprozess
‚Vision T‘ wird zeigen, wie Tourismus in Zukunft Mehrwert für Gäste,
Betriebe und Bevölkerung schaffen kann.“ Die erste Phase der
Strategie, eine 360°-Analyse mit rund 4.200 Teilnehmerinnen und
Teilnehmern, sei abgeschlossen, die zweite Phase starte im November
mit fünf Expertengipfeln zu Zukunftsthemen: ökologische
Nachhaltigkeit, Innovation und Digitalisierung, wirtschaftliche
Resilienz, Arbeitsmarkt sowie Mehrwert durch Tourismus. „Wir werden
in allen Bundesländern den Dialog mit den Stakeholdern suchen und die
Erkenntnisse zu einer neuen Vision für den Tourismus verdichten. Denn
Tourismus funktioniert nicht als Einzelkämpfer, da kommen wir nur
gemeinsam weiter.“
Abschließend betonte Zehetner: „Der Tourismusbericht ist mehr als
eine statistische Rückschau, er zeigt, wohin wir wollen: zu einem
Tourismus, der wirtschaftlich stark, ökologisch nachhaltig und
gesellschaftlich akzeptiert ist. Der österreichische Tourismus steht
getragen von Vertrauen, Qualität und Herzlichkeit auf einem soliden
Fundament.“