Reisenbergs Ortsplatz: Das Mega-Projekt, das alles verändert!

Von: Redaktion

Ein neues Kapitel für Reisenberg

In der kleinen, aber bedeutungsvollen Marktgemeinde Reisenberg steht eine große Veränderung bevor. Der Hauptplatz der Gemeinde, der bisher von der Landeshauptstraße L161 diagonal durchschnitten wurde und eine Herausforderung für die einladende Nutzung darstellte, soll umfassend neugestaltet werden. Dies geschieht im Rahmen des renommierten Paving Design Award 2025, der vom Forum Qualitätspflaster ausgelobt wurde.

Der Wettbewerb und seine Bedeutung

Der Paving Design Award, der bereits zum vierten Mal stattfand, hat es sich zur Aufgabe gemacht, innovative Ideen für die Neugestaltung öffentlicher Plätze zu fördern. Dieses Jahr rückte das Areal von Reisenberg in den Fokus, ein Gebiet mit anspruchsvoller Topografie und großen Höhenunterschieden. Die Studierenden der Universität für Bodenkultur Wien widmeten sich dieser Herausforderung mit großem Engagement.

Das Projektgebiet umfasst eine Fläche von 6.650 m² und bietet einige Besonderheiten. Neben dem Gemeindeamt befinden sich dort ein Kindergarten, ein Seniorentreff, zwei Lokale, Gewerbebetriebe sowie mehrere Bushaltestellen. Die Grünbereiche mit teils historischem Baumbestand und die Dreifaltigkeitssäule sind prägende Elemente, die in die Neugestaltung einfließen sollen.

Die Vision: Verbundene Vielfalt

Das Siegerprojekt trägt den Titel „Verbundene Vielfalt – Leben und Bewegen am Hauptplatz“. Es überzeugte durch eine detaillierte Ortsanalyse und ein innovatives Höhenkonzept, das eine konsequente Verkehrslösung ermöglicht. Besonders gelobt wurde die homogene Oberflächengestaltung und die Schaffung konsumfreier Zonen mit zahlreichen Aufenthaltsmöglichkeiten.

Ein besonderer Aspekt des Projekts ist die Anwendung des Schwammstadt-Prinzips bei der Baumpflanzung. Dieses Konzept zielt darauf ab, Regenwasser effizient zu nutzen und so den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Durch die Reduktion der Verkehrsflächen zugunsten von Grünflächen und die logische Bündelung der Bushaltestellen westlich der neuen Kreuzung soll die Aufenthaltsqualität erheblich gesteigert werden.

Ein Blick in die Vergangenheit

Historisch gesehen war der Hauptplatz von Reisenberg immer ein zentraler Treffpunkt der Gemeinde. Mit der Zeit und dem Bau der Landeshauptstraße L161 verloren die Bürger jedoch zunehmend das Gefühl der Zusammengehörigkeit auf diesem Platz. Die neue Gestaltung soll genau diese Verbindung wiederherstellen und den Platz zu einem lebendigen Zentrum der Gemeinschaft machen.

Vergleiche mit anderen Projekten

Ähnliche Projekte wurden bereits in anderen Bundesländern erfolgreich umgesetzt. In Salzburg beispielsweise wurde ein Platz mit ähnlichen Herausforderungen in ein blühendes Zentrum verwandelt, das heute als Vorbild für nachhaltige Stadtplanung gilt. Die Erfahrungen aus diesen Projekten fließen direkt in die Planungen für Reisenberg ein.

Die Auswirkungen auf die Bürger

Für die Bürger von Reisenberg bedeutet die Neugestaltung des Hauptplatzes nicht nur eine Verschönerung des Ortsbildes, sondern auch eine Verbesserung der Lebensqualität. Die Reduktion des Verkehrs und die Schaffung neuer Grünflächen sorgen für eine ruhigere und saubere Umgebung. Zudem bietet der neue Hol- und Bringbereich des Kindergartens mehr Sicherheit für die Kleinen.

  • Mehr Grünflächen bedeuten bessere Luftqualität und mehr Erholungsmöglichkeiten.
  • Die verbesserte Verkehrslösung sorgt für sicherere Straßen und weniger Lärm.
  • Die neuen Aufenthaltsbereiche schaffen Raum für soziale Interaktionen und Gemeinschaftsaktivitäten.

Expertenmeinungen

Stefan Weissenböck, Vorstandsvorsitzender des Forums Qualitätspflaster, betonte: „Die Vielfalt der Zugänge und der hohe Stellenwert ökologischer Lösungen haben uns beeindruckt.“ Auch Bürgermeister Günter Sam zeigte sich begeistert: „Die Teilnehmer haben unsere Vorgaben nicht nur erfüllt, sondern großartig erweitert.“

Ein Blick in die Zukunft

Bereits im Januar 2026 soll das Siegerprojekt den Bürgern von Reisenberg vorgestellt werden. Es besteht die Hoffnung, dass die Umsetzung rasch erfolgt und der Hauptplatz bald in neuem Glanz erstrahlt. Die Gemeinde setzt hohe Erwartungen in das Projekt, das nicht nur das Ortsbild verändern, sondern auch als Vorbild für andere Gemeinden dienen könnte.

Reisenberg könnte damit zu einem Modellprojekt für nachhaltige und bürgerfreundliche Stadtplanung werden. Die Kombination aus innovativen Verkehrslösungen, ökologischen Ansätzen und einer Stärkung der Gemeinschaft könnte Schule machen und in anderen Gemeinden Nachahmer finden.

Fazit

Die Neugestaltung des Reisenberger Hauptplatzes verspricht, ein Meilenstein in der Entwicklung der Gemeinde zu werden. Mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und Lebensqualität könnte dieses Projekt nicht nur Reisenberg, sondern auch andere Kommunen inspirieren. Die Bürger dürfen gespannt sein, wie sich ihr Hauptplatz in den kommenden Jahren entwickeln wird.

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