Ein Meilenstein für leistbares Wohnen in Wien
Wien, die Stadt der Träume, setzt erneut ein Zeichen in Sachen leistbares Wohnen. Der Startschuss für den neuen Gemeindebau in der Ichagasse 38 im 21. Bezirk ist gefallen. Mit 102 modernen und kostengünstigen Wohnungen wird die fortlaufende Tradition des Wiener Wohnbaus eindrucksvoll fortgesetzt.
Was macht diesen Gemeindebau so besonders?
Dieser neue Bau setzt Maßstäbe in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Mit Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen, die auf jeder der drei Stiegen installiert sind, geht Wien einen großen Schritt in Richtung umweltfreundliches Wohnen. Die Photovoltaikanlagen sind mit Batteriespeichern ausgestattet, die als gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen fungieren. Das bedeutet, dass die erzeugte Energie effizient genutzt und gespeichert wird, um die Betriebskosten langfristig stabil zu halten.
Ein Paradies für die Gemeinschaft
Die Anlage bietet nicht nur Wohnungen, sondern auch einen großzügigen Garten mit Urban Gardening Möglichkeiten und Naschhecken. Diese bieten den Bewohnern nicht nur die Gelegenheit zur Erholung, sondern fördern auch die Gemeinschaft. Der neue Waldspielplatz und die aufgewerteten Erholungszonen sind ein Gewinn für alle, insbesondere für die angrenzenden Bewohner des Rudolf-Hitzinger-Hofes.
Ein Blick in die Vergangenheit: Die Geschichte des Wiener Gemeindebaus
Der Wiener Gemeindebau hat eine lange und stolze Tradition. Seit den 1920er Jahren steht er für leistbares Wohnen ohne Eigenmittel und unbefristete Mietverträge. Diese Philosophie wird auch heute noch hochgehalten. Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál betont: „Leistbares Wohnen ohne Eigenmittel, unbefristete Verträge und hohe Wohnqualität – dafür steht der Wiener Gemeindebau seit vielen Generationen.“
Vergleich mit anderen Bundesländern
Im Vergleich zu anderen Bundesländern hat Wien eine Vorreiterrolle übernommen. Während in anderen Regionen Österreichs oft der private Wohnbau dominiert, setzt Wien weiterhin auf den kommunalen Wohnbau, um den Bedürfnissen seiner Bürger gerecht zu werden. Diese Strategie hat sich als erfolgreich erwiesen, wie die hohe Nachfrage und die Zufriedenheit der Bewohner zeigen.
Was bedeutet das für die Bürger?
Für die Bürger bedeutet dies mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Es geht um Lebensqualität. Die neuen Wohnungen sind gut geschnitten, bieten private Freiflächen und sind stufenlos erreichbar. Gemeinschaftsräume und Gemeinschaftsgärten fördern das Miteinander und stärken den sozialen Zusammenhalt.
Georg Papai, Bezirksvorsteher von Floridsdorf, erklärt: „Junge Familien suchen neuen Wohnraum – der Bedarf an leistbarem Wohnen im familienfreundlichen Floridsdorf wächst. Der Gemeindebau NEU in der Ichagasse schafft über 100 neue Wohnungen und setzt die starke Tradition des kommunalen Wohnbaus in unserem Bezirk fort.“
Die Architektur und Ausstattung im Detail
Die Architektur des neuen Gemeindebaus stammt von der ARGE Chaix & Morel et associés und Christian A. Pichler ZT GmbH. Die Anlage ist in drei Stiegen organisiert, jede mit Aufzugsanlagen ausgestattet. Einlagerungsräume, Müllsammelraum und Technik sind im Untergeschoss untergebracht. Besondere Aufmerksamkeit wurde auch der Mobilität gewidmet. Es gibt 130 Fahrradabstellplätze, davon 23 für Sonder-/Lastenräder, und 110 PKW-Stellplätze in der Tiefgarage.
Nachhaltigkeit als Kern der Bauweise
Die Wärmeversorgung erfolgt über Fernwärme sowie eine Sole/Wasser-Wärmepumpe mit Tiefensonden. Je Stiege ist eine netzgekoppelte Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher als gemeinschaftliche Erzeugungsanlage vorgesehen. Regenwasser wird über Versickerungsanlagen auf Eigengrund geführt. Die Dächer werden als Gründächer ausgeführt und zusätzlich mit PV-Modulen belegt.
Ein Blick in die Zukunft
Die Wiener Stadtregierung hat große Pläne. Insgesamt wurden mittlerweile 5.700 Wohnungen für rund 13.000 Bewohner auf den Weg gebracht. In den kommenden fünf Jahren sollen weitere 1.500 neue Gemeindewohnungen geplant und umgesetzt werden. Die Stadt setzt auf eine Zukunft, in der leistbares und nachhaltiges Wohnen Hand in Hand gehen.
Expertenmeinungen
Karin Ramser, Direktorin von Wiener Wohnen, und Paul Steurer vom WIGEBA-Vorstand betonen, dass der Gemeindebau NEU für spürbare Qualität im Alltag steht. „Gut geschnittene Wohnungen, stufenlos erreichbare Erschließung und Orte, an denen ein Miteinander entstehen kann, zeichnen die Anlage in der Ichagasse aus.“
Ein Erfolgsmodell mit internationalem Ansehen
Der Wiener Gemeindebau ist inzwischen auch international ein beachtetes Erfolgsmodell. 16 neue Gemeindebauten in neun Wiener Bezirken wurden bereits übergeben und bezogen. Rund 3.900 Bewohner haben dort ein leistbares, modernes und ökologisch nachhaltiges Zuhause gefunden.
Fazit
Wiens neuer Gemeindebau in der Ichagasse ist mehr als nur ein Bauprojekt. Er ist ein Symbol für Innovation, Gemeinschaft und Nachhaltigkeit. Mit diesen neuen Wohnungen wird nicht nur der Bedarf an leistbarem Wohnraum gedeckt, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Die Stadt Wien zeigt einmal mehr, dass sie bereit ist, in die Zukunft zu investieren und ihren Bürgern ein lebenswertes Zuhause zu bieten.