Ein Aufschrei aus Oberösterreich: Wohnungsnot am Limit!
Oberösterreich steht am Rande einer Wohnkrise! Die aktuelle Erhebung des AK Wohnzufriedenheitsindex zeigt alarmierende Ergebnisse: Die Bürger sind unzufrieden, und die Landesregierung steht in der Kritik. Aber was steckt dahinter? Und was muss jetzt geschehen?
Eine Regierung unter Druck
Am 20. Januar 2026 veröffentlichte die Arbeiterkammer Oberösterreich eine Pressemitteilung, die die Wogen hochschlagen lässt. Die zentrale Aussage: Es besteht dringender Handlungsbedarf bei der Wohnpolitik auf Landesebene. Doch was genau sind die Probleme? Und welche Maßnahmen hat die Bundesregierung bereits ergriffen?
Bundesregierung greift durch: Die Maßnahmen im Überblick
Im Jahr 2025 führte die Bundesregierung drei bedeutende Maßnahmen im Bereich Wohnen ein. Diese wurden größtenteils positiv aufgenommen. Die Einführung eines eigenen Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport war ein strategischer Schritt, um den Wohnungsmarkt zu regulieren. Zwei Drittel der AK-Mitglieder in Oberösterreich sehen dies als eine gute oder sehr gute Idee.
- Grenzen für Mieterhöhungen: Besonders die Begrenzung der Mieterhöhungen bei „ungeregelten Mieten“ fand Anklang. Sieben von zehn unselbständig Beschäftigten befürworten diese Maßnahme.
- Deckelung der Mietpreise: Im „geregelten Bereich“ stimmten rund zwei Drittel der Arbeitnehmer aus Oberösterreich der Deckelung der Mietpreise zu.
- Verlängerung der Mietverträge: Die Anhebung der Mindestdauer für befristete Mietverträge auf fünf Jahre wurde von 57 Prozent der Befragten positiv bewertet.
All diese Maßnahmen zeigen, dass die Bundesregierung aktiv gegen die Wohnungsnot vorgeht. Doch was tut die Landesregierung?
Oberösterreichs Landesregierung in der Kritik
Laut der Erhebung der Arbeiterkammer gibt es erhebliche Zweifel an der Effektivität der Landesregierung in Bezug auf leistbares Wohnen. Nur vier von zehn AK-Mitgliedern glauben, dass die Landesregierung genug tut. Besonders junge Menschen und Bewohner des ländlichen Raums sind skeptisch. Die Zahlen sprechen für sich: 60 Prozent der unter 30-Jährigen und 59 Prozent der ländlichen Bevölkerung sehen keinen ausreichenden Einsatz der Landesregierung.
Forderungen der Arbeiterkammer
Die Arbeiterkammer hat klare Forderungen an die Politik:
- Mehr geförderter Wohnbau: Die AK fordert einen Anstieg des gemeinnützigen Wohnbaus. Die Zweckwidmung der Wohnbauförderung soll wieder eingeführt werden.
- Leistbares Bauland: Die Raumordnung soll stärker genutzt werden, um sozialen Wohnbau zu fördern.
- Erhöhung der Wohnbaufördermittel: Der Anteil der Wohnbaufördermittel am BIP soll von derzeit 0,5 Prozent wieder auf das Niveau von 1,4 Prozent von vor 25 Jahren angehoben werden.
- Effektive Nutzung der Bundesmittel: Oberösterreich soll mehr von den Zweckzuschüssen des Bundes profitieren.
- 800 Euro AK-Wohnbonus: Einführung eines steuerlichen Wohnbonus zur Entlastung der Wohnkosten.
Was bedeutet das für die Bürger?
Für die Bürger bedeutet dies Unsicherheit und steigende Kosten. Ohne effektive Maßnahmen sind steigende Mieten und unerschwinglicher Wohnraum absehbar. Die Forderungen der AK zielen darauf ab, diese Probleme zu lösen und den Menschen wieder Hoffnung auf leistbares Wohnen zu geben.
Ein Blick in die Zukunft
Was könnte die Zukunft bringen? Experten sind sich einig, dass die Landesregierung handeln muss. Dr. Heinz Stöger von der Abteilung Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik der AK OÖ betont: „Ohne eine Trendwende in der Wohnpolitik wird Oberösterreich den Anschluss verlieren.“
Die nächsten Monate werden entscheidend sein. Wird die Landesregierung die Forderungen der AK umsetzen? Oder wird der Unmut der Bürger weiter wachsen? Eines ist sicher: Die Wohnpolitik in Oberösterreich steht vor einer Bewährungsprobe.
Fazit: Der Druck steigt
Die Wohnsituation in Oberösterreich ist kritisch. Die Bürger fordern Lösungen, und die Zeit drängt. Die Landesregierung muss jetzt handeln, um den Wohnungsmarkt zu stabilisieren und den Menschen eine leistbare Zukunft zu sichern. Die nächsten Schritte werden zeigen, ob Oberösterreich den Herausforderungen gewachsen ist.