St. Pölten (OTS) – Das Bundesministerium für Land- und
Forstwirtschaft, Klima- und
Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft vergibt alle zwei Jahre
den Neptun-Staatspreis für besonders innovative Projekte rund um das
Thema Wasser. In der Kategorie WasserREGIONAL wurden in Kooperation
mit den Bundesländern regionale Vorzeigeprojekte prämiert. Aus
insgesamt 31 Einreichungen in Niederösterreich kürte eine Fachjury
das Projekt „Regenwasser-Be-Halteregion Thaya“ des Vereins
Zukunftsraum Thayaland zum Niederösterreichischen Siegerprojekt.
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf überbrachte die Auszeichnung
dem Obmann des Vereins, Bürgermeister Eduard Köck und Bundesrätin
Viktoria Hutter und gratulierte der Region für das innovative
Projekt: „Die Gemeinden im Zukunftsraum Thayaland leisten damit einen
wesentlichen Beitrag für unsere Mission, Wasser zu sichern – für die
beste Zukunft unserer Kinder! Denn Wasser ist unsere Lebensressource
Nummer eins! Angesichts zunehmender Wetterextreme ist es
entscheidend, möglichst viel Wasser dort zurückzuhalten, zu speichern
und zu versickern, wo der Regen niedergeht. Und was mir persönlich
besonders gut gefällt: Schon die Kleinsten werden in den Kindergärten
und Schulen für das Wasser begeistert!“
Ziel dieser gemeinsamen Initiative aller 15 Gemeinden im Bezirk
Waidhofen/Thaya ist es, möglichst viel Wasser in der Region
zurückzuhalten. Neben technischen Maßnahmen wie Regenwasserzisternen
oder Versickerungsbecken sind auch Aktionen in den Kindergärten und
Schulen Teil des Projektes, um ein Bewusstsein für den nachhaltigen
Umgang mit Wasser zu schaffen.
Zur Unterstützung der Gemeinden wurde der Regenwasserplan als
Planungsinstrument mit fachlicher Begleitung durch das Land NÖ und
Förderung durch den NÖ-Wasserwirtschaftsfonds ins Leben gerufen.
Dieses strategische Instrument soll vor allem die Problembereiche
durch Starkregen in den Gemeinden aufzeigen und Maßnahmenvorschläge
enthalten. Wesentlich dabei ist die fachbereichsübergreifende
Zusammenarbeit von beispielsweise Siedlungswasserwirtschaft,
Raumordnung, Landwirtschaft, Straße und vielen mehr. „Mit dem blau-
gelben Bodenbonus wird die Entsiegelung wertvollen Bodens gefördert.
Durch die Rückführung verbauter Flächen in den natürlichen
Regenwasserkreislauf wird ein wichtiger Beitrag zur Anpassung an
klimatische Veränderungen geleistet,“ so Pernkopf.
Weitere Informationen: DI Jürgen Maier, Pressesprecher LH-
Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf, Telefon +43 2742 9005 – 12704,
Mobiltelefon +43 676 812 15283, E-Mail lhstv.pernkopf@noel.gv.at