Österreich (OTS) – Nächste Woche, am 2. und 3. September, berät die
Bundesregierung im
Kanzleramt über ein Konjunkturpaket. Anlass sind stagnierendes
Wachstum, anhaltende Teuerung und eine Investitionszurückhaltung, die
den Wirtschaftsstandort Österreich gefährden. Die Politik sucht nach
Wegen, wirtschaftliche Dynamik zurückzugewinnen und
Planungssicherheit zu schaffen.
Die IG Holzkraft hat eine naheliegende Lösung parat:
Investitionen in Erneuerbare Energien! Projekte über viele Milliarden
EURO für Erzeugung und Netzausbau liegen auf dem Tisch. Die Regierung
muss nur endlich die notwendigen, längst überfälligen
Rahmenbedingungen schaffen.
Dass diese Investitionen wirken, ist vielfach belegt. Das Wegener
Center der Universität Graz errechnet bis 2030 ein jährliches
Potenzial von 4,5 Milliarden Euro, das bis zu 100.000 zusätzliche
Arbeitsplätze schafft und die Wirtschaftsleistung um fast 10
Milliarden Euro pro Jahr erhöht. Oesterreichs Energie beziffert bis
2040 rund 100 Milliarden Euro für die Erzeugung aus Erneuerbaren, und
für den Netzausbau in Übertragungs- und Verteilnetzen werden
zusätzlich mehr als 50 Milliarden Euro veranschlagt. Diese
Größenordnungen machen deutlich, dass Erneuerbare das stärkste
schnell umsetzbare Konjunkturprogramm für den Wirtschaftsstandort
Österreich sind.
„Es irritiert, dass die Regierung derzeit Maßnahmen forciert,
welche den Ausbau der Erneuerbaren gefährdet und teurer macht,
anstatt einen startbereiten Konjunkturturbo zu zünden“, erklärt Hans-
Christian Kirchmeier, Vorsitzender der IG Holzkraft. „Viele Projekte
sind defacto bereit zur Umsetzung oder stehen kurz davor. Es braucht
endlich langfristig verlässliche Rahmenbedingungen. Nur dann sind
Investoren und Kreditinstitute bereit die Finanzmittel
bereitzustellen, nur dann können Arbeitsplätze geschaffen und kann
österreichische Wertschöpfung generiert werden.“
Zugleich drohen neue Hürden. Der Entwurf des
Elektrizitätswirtschaftsgesetzes (ElWG) sieht zusätzliche
Netzentgelte für Einspeiser vor. Anstatt Investitionen zu
erleichtern, werden damit ausgerechnet diejenigen belastet, die
verlässliche Energie bereitstellen und regionale Wertschöpfung
sichern.
„Erneuerbare Energien bringen mehr Unabhängigkeit von
geopolitischen Verwerfungen und erhöhen damit die
Versorgungssicherheit mit heimischer Energie. Investitionen in
Erneuerbare bringen Wirtschaftswachstum und stabilere Preise. All
diese Effekte stärken den Wirtschaftsstandort Österreich“, so
Kirchmeier weiter.
Eine der wesentlichen Lösungen, um die heimische Wirtschaft
anzukurbeln und Österreich zukunftsfit zu machen liegt offen auf dem
Tisch. Die Regierung muss diese Lösung nur aufgreifen und den Rahmen
zur Umsetzung schaffen.