Wien (OTS) – Im Rahmen der aktuellen Diskussion rund um die
Staatsausgaben, betont
die Industriellenvereinigung (IV) abermals die Notwendigkeit der
Reformen im Bereich der Ausgaben: „Österreichs Staatsausgaben lagen
2024 bei 56,3 Prozent, damit liegen wir nur mehr einen Prozentpunkt
unter dem Corona-Jahr 2020. Während wir die Ausgaben nach Corona
wieder sukzessive reduzieren konnten, steigen sie nun wieder massiv
an und bringen den Staatshaushalt massiv unter Druck. Neue Steuern
können in dieser Diskussion jedoch nicht das richtige Mittel sein,
Ziel muss ein effizienter Staat sein, der seine Einnahmen effizient
und treffsicher einsetzt. Wir befinden uns sonst am direkten Weg in
die Staatswirtschaft“, so IV-Generalsekretär Christoph Neumayer.
Erbschafts- und Vermögenssteuern Gift für Standort Österreich in
Rezession
Angesichts dieser Zahlen spricht sich die
Industriellenvereinigung vehement gegen Erbschafts- oder
Vermögenssteuern aus, wie sie immer wieder diskutiert werden: „Eine
Erbschafts- und Vermögenssteuer würde die ohnehin unter Druck
stehenden Familienunternehmen und Leistungsträger nachhaltig belasten
und den Wirtschaftsstandort noch unattraktiver machen. Allein der
Vorschlag ist Gift für die Stimmung und die gesamte Wirtschaft in der
Rezession“, so Neumayer. „Österreich befindet sich in der längsten
Wirtschaftsflaute seit 1945: Der Grund dafür ist sicherlich nicht,
dass der Staat zu wenige Einnahmen hat, sondern Strukturprobleme, die
Schritt für Schritt angegangen werden müssen – in der Bildung, der
Gesundheit, der Verwaltung oder auch bei den Pensionen. Es braucht
nachhaltige Spielräume, um Investitionen zu ermöglichen und die
Konjunktur zu beleben“, so Neumayer abschließend.