Wien (OTS) – Im Rahmen einer Pressekonferenz skizzierte
Mobilitätsminister Peter
Hanke die Wichtigkeit von Informationsmaßnahmen und der
Bewusstseinsbildung zum Thema E-Mobilität. Neben einer treffsicheren
Förderpolitik und den erforderlichen gesetzlichen Anpassungen soll
daher im nächsten Schritt mittels einer österreichweiten Kampagne der
Umstieg auf E-Mobilität vorangetrieben und damit die Mobilitätswende
weiter offensiv gestaltet werden. Mobilitätsminister Peter Hanke
hielt einleitend fest: „Wir konnten seit dem Start des Programms
‚eMOVE Austria‘ vor einem Jahr neben einer effizienten Ausgestaltung
der Förderprogramme die Ladeinfrastruktur massiv ausbauen und
Rekordwerte bei Neuzulassungen erzielen. Wir sind also bei der
Elektrifizierung des Straßenverkehrs auf Kurs. Es gibt jedoch
weiterhin Vorbehalte und Unsicherheiten gegenüber der E-Mobilität –
diese wollen wir nun mit der Kampagne ‚Keine E-ngste mehr‘ gezielt
ausräumen.“
Zwtl.: Kampagne „Keine E-ngste mehr!“
Ein wesentlicher Baustein für die anstehende eMOVE-
Informationsoffensive ist die von der Agentur DMB konzipierte
Kreativkampagne „Keine E-ngste mehr!“. Dabei soll auf bestehende
Vorbehalte gegenüber E-Mobilität hingewiesen und diese zugleich mit
Fakten entkräftet werden. Für eine breitenwirksame und damit
nachhaltige Wahrnehmung wird die Kampagne ab Juni österreichweit
ausgerollt. Für das Erreichen der unterschiedlichen Zielgruppen
erfolgt die Umsetzung über die unterschiedlichsten Formate, von
Plakat über TV und Youtube bis zu Social Media. Zusätzlich wurde auch
die Website emove-austria.gv.at gezielt überarbeitet. Als Österreichs
zentrale Plattform für Elektromobilität bietet sie neben allen
wichtigen Daten und Informationen nun auch auf der Subseite keine-e-
engste.gv.at zusätzliche Fakten zu den in der Kampagne adressierten
„E-ngsten“ Laden, Kosten und Batterie. Der zentrale Werbespot der
Kampagne ist mittlerweile auf dem YouTube-Kanal des
Mobilitätsministeriums (BMIMI) abrufbar:
„Ich bin ein Verfechter von klaren Analysen und handfesten
Zahlen, die entsprechende Ableitungen und Initiativen für den Umstieg
auf E-Mobilität ermöglichen“, führte Hanke weiter aus, „und daher
werden wir nun neben dem Angebot an Ladeinfrastruktur auch beim
Angebot an Informationen mit einer entsprechenden Kampagne zu E-
Mobilität in die Offensive gehen. Damit verfolgen wir konsequent
unser Ziel, mit eMOVE Austria eine gelungene Mischung aus Förderungen
und notwendigen Initiativen zu bieten, die E-Mobilität für uns alle
attraktiver zu machen!“, so Hanke.
Zwtl.: Vorbehalte gezielt ausräumen
Der Kampagne voraus ging eine Erhebung zum aktuellen
Kenntnisstand und der Einstellung der Bevölkerung zur E-Mobilität.
Dafür wurden im Zuge einer repräsentativen Umfrage von market mind
GmbH im Auftrag des Mobilitätsministeriums im Mai 2026 1.000 Menschen
in ganz Österreich zur E-Mobilität befragt. Die Studie wird im Rahmen
einer Werbeeffizienzmessung die Kampagne „Keine E-ngste mehr!“
systematisch hinsichtlich einer positiven Beeinflussung von Wissen,
Akzeptanz und Verhalten in Bezug auf E-Mobilität evaluieren. Dafür
wird die österreichische Bevölkerung vor und nach der Kampagne
befragt und ein Vergleich hergestellt, aktuell liegt also nur die
Messung vor der Kampagne (Nullmessung) vor.
Zwtl.: Marktforschung: 64 Prozent der Menschen mit Kaufabsicht sehen
E-Autos positiv
Eine der zentralen Erkenntnisse aus der Marktforschung: 64
Prozent der Menschen, die in den nächsten zwölf Monaten ein Auto
anschaffen wollen, sehen E-Autos positiv. Das bedeutet, für mehr als
die Hälfte der Personen mit Kaufabsicht sollte das nächste Auto ein E
-Auto werden. 43 Prozent der Befragten haben insgesamt eine positive
Einstellung zu E-Autos, 30 Prozent stehen diesen neutral gegenüber
und 28 Prozent haben eine eher ablehnende Haltung. Dazu ergänzte
Martin Russ, Geschäftsführer von AustriaTech: „Die Studie belegt,
dass bei den Anschaffungsinteressierten Aufklärung und
Bewusstseinsbildung der Hebel ist, um das in dieser Gruppe bereits
bestehende, offene Mindset zu nutzen. Die neue Informationskampagne
und die begleitende Kommunikation über die Plattform emove-
austria.gv.at sowie Social Media ist daher zentral, um Fakten
zielgruppenorientiert zu vermitteln und den Schritt zum E-Auto zu
erleichtern – und damit die weitere Elektrifizierung des
österreichischen Straßenverkehrs voranzubringen.“
Die relevantesten Entscheidungsfaktoren sind die echte
Reichweite, das öffentliche Ladenetz, die Ladedauer und die laufenden
Kosten. 65 Prozent der Befragten glauben, dass die durchschnittliche
Reichweite eines E-Autos unter 400 km liegt. Tatsächlich liegt der
Reichweitendurchschnittswert der beliebtesten E-Autos des Vorjahres
bei rund 400 km Realreichweite – im heurigen Jahr ist diese bei
aktuellen Modellen weiter gestiegen. Beim Ausbau des öffentlichen
Ladenetzes geben 59 Prozent der Befragten an, dass dieses nicht
ausreichend ausgebaut sei. In Österreich gibt es derzeit beinahe
40.000 öffentliche Ladepunkte, Tendenz stark steigend – 2025 hatte
Österreich den drittstärksten Zuwachs beim Ausbau der öffentlichen
Schnellladeinfrastruktur in der EU. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei
der geschätzten Ladedauer eines durchschnittlichen E-Autos: Laut
Experten reichen rund 30 Minuten an einem Schnellladepunkt, um einen
E-Pkw zu 80 Prozent zu laden. Beinahe 90 Pzent der Befragten
schätzen, dass dies länger dauert – 44 Prozent sagen sogar, dass dies
länger als eine Stunde dauern würde. Spannend ist darüber hinaus die
Einschätzung der Befragten, was die laufenden Kosten eines E-Autos
angeht: 52 Prozent geben an, dass die Betriebskosten von E-Autos im
Vergleich zu Verbrennern günstiger sind, der Rest schätzt diese als
ähnlich hoch oder höher ein.
Interessant ist die Diskrepanz bei der Einschätzung von
Betriebskosten, Ladeperformance und der Qualität des öffentlichen
Ladenetzes: Personen mit Zugang zu E-Autos schätzen alle drei
Faktoren klar positiver ein als Verbrenner-Fahrer:innen. Eine
eindeutige Erkenntnis, dass durch persönliche Erfahrungen mit der E-
Mobilität diese tendenziell positiver bewertet und Barrieren abgebaut
werden können.