Politik

Österreichpreis „Gemeinden für Familien“: Sieger 2025 prämiert

Wien (OTS) – Am 2. Oktober 2025 wurden im Rahmen des 71.
Österreichischen
Gemeindetages die diesjährigen Preisträger des Österreichpreises
„Gemeinden für Familien“ durch Bundesministerin für Europa,
Integration und Familie Claudia Plakolm und Gemeindebundpräsident DI
Johannes Pressl ausgezeichnet.

An dem alle zwei Jahre stattfindenden Projektwettbewerb konnten
alle zertifiziert familienfreundlichen Gemeinden teilnehmen. Die
Ermittlung der Gewinner erfolgte mittels digitalem Publikums-Voting
und finaler Juryentscheidung. Das diesjährige Thema ‚Gemeinschaft
Gemeinde – Familienfreundlichkeit verbindet‘ widmet sich Maßnahmen,
welche die Einbindung in niederschwellige, gesellschaftliche
Netzwerke und die Teilhabe mehrerer Generationen am sozialen und
kulturellen Leben in der Gemeinde nachhaltig fördern. Tragende und
verbindende Sozialkontakte sind ausschlaggebend dafür, Vertrauen und
das Gefühl von Zugehörigkeit aufzubauen. Gleichzeitig gehören
Einsamkeit und mangelnde Teilhabe für viele Menschen zu den größten
Herausforderungen. Gemeinsame Aktivitäten und nachbarschaftliche
Unterstützung helfen dabei, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und
die Lebensqualität in der Gemeinde nachhaltig zu verbessern. Das
Engagement der Gemeinden mit den eingereichten Projekten zeigt, wie
passgenaue, familienfreundliche Maßnahmen einen positiven Beitrag
dazu leisten können, um die Einbindung in niederschwellige,
gesellschaftliche Netzwerke und die Teilhabe mehrerer Generationen am
sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinde nachhaltig zu fördern
und sozialer Isolation und Einsamkeit in allen Lebensphasen aktiv
entgegenwirken.

Zwtl.: Generationenpark, Generationenfest und Sozial/Zeitbörse

Den ersten Platz unter den insgesamt 24 eingereichten Projekten
belegte die niederösterreichische Stadtgemeinde Retz , die mit dem
“Generationenpark Poisgasse“ überzeugen konnte. Der Park bietet
ganzjährig kostenlosen Bewegungsspaß für alle Altersgruppen – von
Kleinkindern bis zu Seniorinnen und Senioren. Mit barrierearmen
Fitnessgeräten, Begegnungszonen und einer ökologischen Blühoase wird
Gesundheit, Gemeinschaft und Umweltbewusstsein mitten in der Stadt
erlebbar gemacht. Ziel war es, ein generationenverbindendes Angebot
zu schaffen, das Gesundheit, Lebensfreude und Gemeinschaft fördert.
„Die Zertifizierung familienfreundlichegemeinde fördert und stärkt
Gemeinden durch die Entwicklung gezielter, familienfreundlicher
Maßnahmen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Einbindung aller
Generationen, was das gegenseitige Verständnis fördert und das
Zusammenleben in der Gemeinschaft nachhaltig verbessert. Dies zeigt
sich in diesem Projekt besonders eindrucksvoll “, so
Gemeindebundpräsident DI Johannes Pressl.

Für den zweiten Platz wurde das Projekt „Generationenfest –
Muttertag. Vatertag. Familientag“ der Stadtgemeinde Schwechat in
Niederösterreich gewählt. Die Veranstaltung für junge und ältere
Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde trägt dazu bei, eine lebendige,
inklusive und starke Gemeinschaft aufzubauen und den Austausch und
das Verständnis zwischen den verschiedenen Altersgruppen zu fördern.
Neben einem gemütlichen Beisammensein und gemeinsamen Unternehmungen
– Konzerte, Wanderung zum Gipfelkreuz am Kellerberg – wurden zudem
alle Vereine mit Angeboten für jedes Alter vorgestellt.

Der dritte Platz ging an das Projekt „ZAMM HALFA – Sozial/Zeitbörse“
der Tiroler Gemeinde Kauns. Das Projekt vermittelt Bedarfe und
Angebote und ermöglicht es, Hilfesuchende und Hilfebietende rasch und
einfach zu vernetzen. Die Leistungen reichen von Nachhilfe über
Fahrdienste, Schneeräumung, Einkaufsdienst bis hin zu kleinen
Reparaturen. Besonders ältere Menschen und Kinder profitieren von
generationsübergreifender Hilfe. Derzeit wird gerade eine digitale
Umsetzung auf der Gemeindehomepage erarbeitet. ZAMM HALFA setzt ein
Zeichen für ein familienfreundliches und solidarisches Zusammenleben,
in dem alle einen wertvollen Beitrag leisten können.

„Es ist beeindruckend und erfreulich, wie viele familienfreundliche
Gemeinden sich mit ihren innovativen Projekten am diesjährigen
Österreichpreis „Gemeinden für Familien“ beteiligt haben. Ihr Einsatz
für Familien und alle Generationen trägt maßgeblich dazu bei,
Österreich noch lebenswerter und familienfreundlicher zu gestalten.
Die eingereichten Initiativen bereichern das Zusammenleben von
Kindern, Erwachsenen und Seniorinnen und Senioren und stärken so das
Gemeinschaftsgefühl sowie die nachhaltige Lebensqualität in unseren
Gemeinden. Gleichzeitig machen sie vorbildhaft auf bedarfsgerechte
und zukunftsweisende Lösungen aufmerksam und inspirieren damit andere
Gemeinden“ , so die Bundesministerin für Europa, Integration und
Familie Claudia Plakolm bei der Preisverleihung.

Die Best Practice-Beispiele aller teilnehmenden Gemeinden sind auf
der Webseite www.familieundberuf.at/oesterreichpreis veröffentlicht.

Die Fotos/Videos der Verleihung finden Sie hier.

Das staatliche Gütezeichen für ein familienfreundliches
Österreich
Insgesamt haben österreichweit über 680 Gemeinden an der
Zertifizierung familienfreundlichegemeinde teilgenommen – das sind
rund 33 Prozent aller österreichischen Gemeinden. Somit profitieren
bereits über 3,3 Millionen Bürgerinnen und Bürger, also ein Drittel
der Gesamtbevölkerung, von den familienfreundlichen Maßnahmen. Alle
Informationen zur Zertifizierung finden Sie unter
www.familieundberuf.at

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