Männerhemden blicken auf eine lange Tradition zurück. Bis in das 18. Jahrhundert wurden Hemden unter der Oberbekleidung getragen, sodass nur der Kragen sichtbar war. In dieser Tatsache liegt auch der Grund, warum das Ablegen des Jackets noch verpönt war. Heute wird ein Hemd jedoch auch ohne Sakko getragen. Das Hemd wie wir es heute kennen, war bereits im 19. Jahrhundert im Einsatz. Für welches Hemd man sich entscheidet, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab:

  • Der Anlass: Bei besonders festlichen Anlässen, wo möglicherweise ein Dresscode herrscht, kommt in der Regel ein weißes Hemd zum Einsatz.
  • Der persönliche Geschmack: Freizeithemden dürfen ruhig bunt gemustert sein – wichtig ist dass sich der Mann mit dem Look identifiziert und dazu steht
  • Das Budget: Es gibt Hemden um mehrere hundert Euro sowie Modelle, die im Sonderangebot sehr günstig sind
  • Die Qualität: Sucht man gezielt nach Businesshemden für Job und Geschäft, sollte man auf beste Qualität achten

Wichtiges Kriterium: der Kragen

So vielfältig wie die Schnitte, Farben und Muster sind auch die Kragenvarianten. Der Kentkragen ist auf George 1, den Duke auf Kent aus Großbritannien zurückzuführen. Der Herzog schätzte Hemden, die ihn am Hals nicht einschnitten. Daher wurden extra für ihn Hemden mit einem großen Umschlagkragen entworfen. Dieser Kragen hat lange Schenkel und bietet genug Platz für sämtliche Varianten von Krawattenknoten. Auch eine klassische Fliege lässt sich ausgezeichnet mit dem Kent Kragen kombinieren. Beim Haifischkragen sind die Schenkel weit auseinandergezogen. Die Schenkel sind deutlich kürzer als bei anderen Kragenvarianten. Derzeit gilt diese Kragenform als besonders angesagt, Hemden mit dieser Variante eignen sich für den Freizeit- und Businessbereich. Für förmliche Anlässe wählt man einen Haifischkragen mit hohem Steg. Bei dieser Variante wird das Hemd oben nicht mit einem, sondern mit zwei Knöpfen geschlossen. Generell wirkt ein Hemd umso förmlicher, je höher der Steg ist. Männer mit kurzem Hals sollten diese Modelle jedoch meiden. Für sie sind Hemden mit einem kurzen Steg ideal, die viel vom Hals freilassen. Bei einem Pin Kragen sind zwei kleine Löcher angebracht. Es wird eine Nadel durchgesteckt, um den Kragen zusammenzuhalten. Bei einem Button Down Kragen werden die Spitzen mit kleinen Knöpfen am Hemd befestigt. Diese Kragenform ist ideal, wenn man das Hemd zum Beispiel unter einem Pullover trägt. Durch die Fixierung können die Spitzen nicht verrutschen und so bleibt der Kragen immer in der optimalen Position.

Das Material

Jeder Mann, der gerne Hemden trägt, hat sich schon einmal über die Knitterfalten geärgert, die beim längeren Tragen entstehen. Am meisten knittern Modelle aus Baumwolle oder Leinen. Muss man im Hemd viel sitzen oder den ganzen Tag darin verbringen, sind diese Stoffe nicht optimal. Vor allem wenn man von Zeit zu Zeit das Jacket ablegt, stören Falten das allgemeine Erscheinungsbild. Ein stark verknittertes Hemd wirkt ungepflegt. Auf der anderen Seite sind Baumwollhemden atmungsaktiv, es kommt also nicht so schnell zu unangenehmen Schweißflecken. Besonders unter Hemden mit hohem Kunstfaseranteil schwitzt man schnell. Bügelfreie Hemden knittern weniger – für den besten Look muss man jedoch auch bei diesen Modellen zum Bügeleisen greifen. Sogenannte bügelfreie Hemden werden aus beschichteter Baumwolle gefertigt. Durch diese Beschichtung verliert das Hemd auch während des Waschgangs nicht die Form und kommt deutlich glatter aus der Maschine. Flanellhemden sind besonders warm und kommen vor allem während der kalten Jahreszeit vermehrt zum Einsatz. Allerdings werden Flanellhemden eher im Freizeitbereich getragen, unter einem förmlichen Anzug machen sie keine gute Figur. Flanellhemden in Karo-Optik werden auch gerne wie eine Weste über ein unifarbenes Baumwollshirt getragen. Dasselbe gilt für Hemden aus Jeansstoff. Diese Modelle sind ebenfalls recht warm und sind für die Freizeit top geeignet.

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